Dritte Lange Nacht der Religionen am 6. September

Spandau. Zum dritten Mal wird am 6. September die "Lange Nacht der Religionen" gefeiert. Unter den rund 100 Synagogen, Kirchen, Moscheen, Tempeln und Gemeindehäusern, die an diesem Abend ihre Türen öffnen, sind auch fünf Spandauer Religionsgemeinschaften.

Bereits um 15 Uhr lädt "Ohel Hachidusch" auf den Gutshof Gatow an der Buchwaldzeile 45 ein. "Ohel Hachidusch" ist eine europäische Initiative von Juden, die richtungsübergreifend aus der Tradition schöpfend Wege in die Moderne sucht. Seit mehr als drei Jahren treffen sich rund 20 Frauen und Männer regelmäßig im Botanikum, das zum Gutshof Gatow gehört. Das ist in die vier Bereiche Judentum, Buddhismus, Christentum und Islam aufgeteilt. Dort wurden jeweils nur solche Pflanzen angebaut, die in entsprechenden Texten der Religionen erwähnt werden. In der jüdischen Ecke des Gartens etwa wachsen Salbei und Granatapfel, im buddhistischen Bereich steht ein Ginko-Baum, im christlichen ist Wein angepflanzt und in der islamischen Ecke Minze. Besucher haben am 6. September die Möglichkeit, das Botanikum und den Verein "Ohel Hachidusch" kennenzulernen.

Um 18 Uhr erwartet das "Apostelamt Jesu Christi" Besucher an der Chamissostraße 8 in Hakenfelde. Das Apostelamt ist eine Kirche in Form einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Ihr Hauptanliegen besteht in der Verkündigung des Evangeliums und in der seelsorglichen Betreuung der Mitglieder. Besucher können die Gemeinde kennenlernen. Der Abend endet gegen Abend um 21 Uhr mit einer Taizé-Andacht.

Die Evangelische Zufluchts-Kirchengemeinde an der Westerwaldstraße 16 präsentiert sich von 18 bis 22 Uhr als Gemeinde in einem Siedlungsgebiet mit einer multikulturellen und multireligiösen Bevölkerungsstruktur. Besucher sind eingeladen zu Gesprächen, Musik und zu einer Kirchenführung. Ebenfalls von 18 bis 22 Uhr öffnet die katholische Kirchengemeinde Maria, Hilfe der Christen, an der Flankenschanze 43 ihre Türen. Um 18 Uhr startet dort eine Tour durch die Kirche, die einen Einblick in die Teile der Liturgie und ihre Verbindung zu Erfahrungen im Alltag gibt.

Einen Einblick in das Leben der Vietnamesisch-Buddhistischen Gemeinde in Berlin bietet der Besuch der Pagode Linh Thuu an der Heidereuterstraße 30. Dort beginnt um 19 Uhr ein Rundgang durch das Pagodengelände. Von 19.30 bis 20.15 Uhr können die Besucher an einer Gebetszeremonie teilnehmen, um 20.15 Uhr erfahren sie Wissenswertes zur Meditationstechnik. Zu sehen ist bis 23 Uhr auch eine Ausstellung buddhistischer Devotionalien und zu den Aktivitäten der buddhistischen Jugendfamilie.

Das Programm für die "Lange Nacht der Religionen" gibt es unter 0176/875 300 74.

Michael Uhde / Ud
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