Erinnerung an Dr. Kantorowicz

Berlin: Hermann-Kantorowicz-Haus | Spandau. Die Arbeitsgemeinschaft Christen und Juden im Kirchenkreis Spandau bringt nach längerer Vorarbeit am Hermann-Kantorowicz-Haus, Schönwalder Straße 50, am 29. Mai um 10 Uhr im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier eine Gedenktafel für den Namensgeber an. Der 1871 in Berlin geborene Sanitätsrat Dr. Hermann Kantorowicz studierte und promovierte bei Rudolf Virchow und war von 1908 bis 1933 Wohlfahrts- und Armenarzt in Spandau. 1913 begründete er die Liberale Fraktion in der Spandauer Stadtverordnetenversammlung, von 1917 bis 1933 war er Stadt- und später Bezirksverordneter der Deutschen Demokratischen Partei. 1933 entließen die Nationalsozialisten den Freidenker aus allen Ämtern. Er wohnte noch bis 1939 in der Neuendorfer Straße 75 in Spandau, bis er schließlich vor den Nationalsozialisten erst nach Ecuador, und dann in die USA floh. Er starb 1946 in New York und wurde in Kopenhagen begraben.


Christian Schindler / CS
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