Reisetipps im Herbst für die Saison 2017/2018

Berlin: Verlagsservice Lezinsky | „Was soll man den Leuten denn anbieten? Man ist ja schon selber ganz unsicher“.“ So stöhnt ein renommierter Berliner Reiseunternehmer. „Politische Unsicherheiten allüberall und dazu die extremen Wetterphänomene in vielen Ecken der Welt. Das verteuert die Preise in den „sicheren“ Regionen und schränkt die Auswahl ein.“ Und wer in diesem Jahr beispielsweise in oder an den Alpen unterwegs war, kann aus eigener Anschauung bestätigen. Viele klassische Ziele in Österreich schienen noch voller als sonst. Selbst der bayerische Alpenrand, der in puncto Tourismusförderung immer einiges hinter den Österreichern hinterherhinkt, konnte sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. In diesem speziellen Fall kommen natürlich auch noch viele hunderttausende Besucher aus den ehemaligen Ostblockstaaten hinzu, die inzwischen gutes Geld verdienen und sich die schönen Ecken Europas außerhalb ihrer Länder nicht mehr nur als Arbeitsemigranten ansehen wollen. Trotzdem wählen wieder mehr Deutsche als früher die eigene Heimat als Urlaubsziel und die Autobahnen werden – trotz ständiger Erweiterungen - zum Dauertollhaus. Als ob es keine Bahn gäbe.

Was tun? „Sich frühzeitig gut informieren, vergleichen, Profis fragen und nicht zu spät buchen“, raten unisono viele Reiseexperten. „Wer auf das schnelle und späte Schnäppchen wartet, kann hinterher das Nachsehen haben.“ Es gibt auch im europäischen Ausland und in Übersee nach wie vor viele schöne und sichere Reiseziele. Genauso wie in Deutschland. Aber es macht schon Sinn wieder einmal zu einem klassischen Reiseveranstalter oder in das Reisebüro zu gehen. Erfahrene Mitarbeiter können frühzeitig nicht nur interessante Ziele nennen, an die man vielleicht selber noch nie gedacht hat. Meistens liegen dort auch jahrelange konkrete eigene Erfahrungen mit dem Veranstalter und den vorgeschlagenen Destinationen vor. „Im Internet wird viel versprochen und nicht immer alles gehalten“ weiß eine Reisebürokauffrau aus Berlin zu berichten. „Wir müssen uns dann hinterher oft die Klagen anhören“.

Das Nadelöhr Flugverkehr bleibt aber auch für Fachleute oft ein Wagnis. Besonders ab Berlin. Schönefeld neu ist nicht da, Schönefeld alt und Tegel sind überlastet, die Technik gibt oft genug im größten Stress den Geist auf. So am 20 Juli in Tegel. An gleich zwei Terminals brachen immer wieder die Hauptgepäckbänder zusammen. Was dann an noch durch ging landete überall, aber nicht unbedingt am Zielflughafen. Oder verließ den Flughafen nie – wie der Autor aus eigener Erfahrung berichten kann. Der Koffer wurde nach vier Wochen, innen nass und verschimmelt von einem Botendienst zu hause abgegeben. Immerhin: Die Gepäckentschädigung und die Entschädigung für einen verschobenen Flug für vier Personen (mühselig in Hotlines und im Internet zusammen recherchiert) deckten nicht unerhebliche Teile der Kosten, für die letztlich doch durchgeführte Flugreise nach England.

Glücklich, wer nicht ausgerechnet zu den absoluten Hauptreisezeiten fahren muss, auch einmal ein näheres Ziel wählt oder beispielsweise mit dem Auto (aber nur gut ausgeruht und mit Pausen) in der Nacht aufbricht. Bei einer organisierten Reise ist außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass das Reiseunternehmen doch letztlich alles möglich zu machen versucht größer, als wenn man sich als totaler Einzelkämpfer auf Reisen begibt. Sonst kann es einem ergehen, wie einer anderen Berliner Familie in diesem Sommer zu Ferienbeginn: zwei Uhr Aufstehen, vier Uhr an in Schönefeld, um sechs Uhr die grundlose Mitteilung, dass der Flug ersatzlos gestrichen sei und um 10 Uhr mit heulenden Kindern wieder zu hause. Flüge mit einem Urlaubscharter waren wochenlang nicht verfügbar. Statt Fuerteventura wurde es das Havelland. Auch eine schöne Gegend!

Unser Tipp: Studieren Sie – liebe Leserinnen und Leser – auch regelmäßig die Angebote in der BERLINER WOCHE und im SPANDAUER VOLKSBLATT. Die meisten unserer Inserenten aus der Touristik sind alt eingesessene Unternehmen, für ihre Zuverlässigkeit bekannt und sehr kundenorientiert. Die regelmäßigen, wöchentlichen Fremdenverkehrstipps verweisen auf schöne Ziele in Nah und Fern. Auf das es wirklich erholsame Tage oder Wochen werden. Jetzt ist die Zeit der neuen Kataloge und der Herbst und Winterangebote. Nicht zu lange Warten.

Besondere Reisetipps erscheinen am 27.9. in verschiedenen Ausgaben der BERLINER WOCHE und im SPANDAUER VOLKSBLATT. Einfach in die Epaper schauen
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.