CDU-Vorschlag wird im Jugendhilfeausschuss abgelehnt

Spandau. Der Jugendhilfeausschuss hat das Förderpaket für die freien Träger der Jugendarbeit verabschiedet. Streit gab es um ein neues Familienzentrum in Stresow. Die CDU-Fraktion wollte es, die Zählgemeinschaft stimmte dagegen.

37 Jugendprojekte freier Träger werden 2015 gefördert. Das Budget liegt bei 1,8 Millionen Euro und ist damit ähnlich hoch wie im Vorjahr. Neu auf der vom Jugendamt vorgeschlagenen Förderliste stand ein fünftes Familienzentrum und zwar für Stresow. Im Jugendhilfeausschuss unterstützte die CDU-Fraktion das neue Projekt. Die Zählgemeinschaft aus SPD und GAL stimmte dagegen. "Es ist bedauerlich, dass sich die Zählgemeinschaft der fachlichen Empfehlung des Jugendamtes und unserem Vorschlag für ein weiteres Familienzentrum in den Weg gestellt hat", erklärte die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Janine Schneider. Das Familienzentrum in Stresow böte vielen Familien ein niedrigschwelliges Angebot, dass es nun nicht geben werde. "Wir waren uns im Ausschuss immer darüber einig, dass in dieser Ecke Spandaus ein Angebot fehlt", so Janine Schneider weiter. Dieses Angebot habe die Zählgemeinschaft nun verhindert. Das sei auch deshalb bedauerlich, weil es mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai einen Träger gegeben hätte, der bereit war, einen Eigenanteil zu investieren. Als Fördersumme hatte die CDU 40 000 Euro vorgeschlagen. Die Zählgemeinschaft lehnte dieses Anliegen ab. "Wir wissen nicht, in welche Richtung weitere Familienzentren führen sollen. Es fehlt uns dafür noch die Evaluation der bereits bestehenden Zentren", argumentierte Christiane Mross (SPD), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Darum sollten zunächst keine weiteren Familienzentren finanziell unterstützt werden. Am Ende setzte die SPD-Fraktion mit den Stimmen der GAL, eines Piraten und eines Bürgerdeputierten einen Kompromiss durch. Sie stockte die Fördersumme für die Familienzentren Villa Nova und Wilhelmine um jeweils 10 000 Euro auf je 80 000 Euro auf. Weitere 7000 Euro sind für Projekte angedacht, mit denen Kinder und Jugendliche an der Spandauer Politik partizipieren können, beispielsweise über ein Jugendparlament.


Ulrike Kiefert / uk
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