Dauerbrenner Bahnunterführung: Zustand weiter Streitthema im Ausschuss

Soll bald in neuem Glanz erstrahlen: die Unterführung an der Klosterstraße. (Foto: Berit Müller)
Berlin: Rathaus Spandau |

Spandau. Die Unterführung der Eisenbahnbrücke an der Klosterstraße ist weder hübsch, noch vermittelt sie nachts Sicherheit. Der Bezirk möchte dies gerne ändern. Entsprechende Pläne gibt es bereits. Doch die Deutsche Bahn lässt sich mit einer Entscheidung viel Zeit.

Auf Wunsch der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wurde die Unterführung auf die Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses gesetzt. Denn den Sozialdemokraten geht es mit den angedachten Umbaumaßnahmen nicht schnell genug. "Wir von der SPD-Fraktion hatten das Thema der Bahnunterführung auf die Tagesordnung gesetzt, da wir den aktuellen Zustand für untragbar halten. Es ist uns unverständlich, warum der Stadtrat dieses Thema noch immer nicht in Angriff genommen hat. Deshalb haben wir die Untätigkeit des Stadtrats auch scharf kritisiert. Wir sehen den Stadtrat in der Verantwortung und auch in der Pflicht, endlich den nötigen Druck auf die Bahn auszuüben, damit sich die sich bewegt und mehr Licht, Sauberkeit und vor allem ein mehr an Sicherheit an dieser Stelle zulässt.

Die Blockadehaltung und Hinhaltetaktik der Bahn ist nicht mehr akzeptabel", so Ali Hotait, Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Vogelgitter und provisorische Lampen

Christian Müller aus der AfD-Fraktion könnte sich kurzfristige Lösungen vorstellen. Konkret denkt er dabei an Vogelgitter um den Vogeldreck einzudämmen und provisorische Lampen. So könne wenigstens das Sicherheitsgefühl erhöht werden.

Stadtrat Frank Bewig (CDU) erinnert nochmals an die Zuständigkeit. "Solange das Prüfverfahren bei der Bahn nicht abgeschlossen ist, passiert nichts." Dennoch kann Bewig den Unmut der Bezirksverordneten verstehen. Er möchte der Bahn jetzt noch zwei Monate Zeit geben und dann intensive Gespräche mit dem Konzern führen, sollte bis dahin keine Rückmeldung erfolgt sein. gw
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Emilio Paolini aus Wilhelmstadt | 18.09.2017 | 12:08  
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