Dem Rauswurf folgt der Austritt: Holger Gorski verlässt die GAL-Partei

Spandau. Nach seinem Rauswurf aus der GAL-Fraktion will Holger Gorski jetzt auch die Partei verlassen. Das gab der Spandauer in der BVV bekannt.

Holger Gorski zieht rigoros den Schlussstrich. „Für mich ist das Vertrauen in die Partei GAL so zerstört worden, dass ich meinen Austritt erklären werde.“ Es waren deutliche Worte, mit denen sich der 37-Jährige persönlich den Bezirksverordneten erklärte. Nach seinem Rauswurf aus der GAL-Fraktion will Holger Gorski jetzt die Grünen/Alternative Liste Spandau (GAL) verlassen.

Er fühle sich unbegründet in die „rechte Ecke“ gedrängt und verurteile die unfreundliche Art und Weise, wie die Fraktion mit ihm seit dem Tod ihrer Vorsitzenden Angelika Höhne umgegangen sei, sagte Gorski. Außerdem kritisierte er, erst im Nachhinein von seinem Ausschluss aus der Fraktion erfahren zu haben.

Wie berichtet hatte GAL-Fraktion Holger Gorski wegen parteischädigendem Verhalten am 8. November aus der Fraktion ausgeschlossen. Hintergrund waren Äußerungen Gorskis zur Flüchtlingspolitik. So hatte er nach eigenen Angaben zur Abschreckung ein Interview mit CSU-Chef Horst Seehofer auf Facebook gepostet und die Meinung verbreitet, dass kriminelle Ausländer kein Asyl erhalten dürfen. Laut GAL-Fraktion soll Gorski das Interview von einer Facebook-Seite der rechten Szene gepostet haben. Das lässt Gorski jetzt wegen des Verdachts der Rufschädigung prüfen.

Trotz Parteiaustritt und Fraktionsausschluss darf Holger Gorski sein Mandat in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) behalten. Dort sitzt er jetzt als fraktionsloser Bezirksverordneter. uk
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