Eine Lösung ist kurzfristig nicht in Sicht

Das Dach des mit rund 400 Metern längsten Hallenbahnhofs Europas kann derzeit wegen technischer Probleme nicht ordnungsgemäß gereinigt werden. (Foto: Uhde)

Spandau. Mit der Antwort des Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn Ingulf Leuschel zur dauerhaften Verschmutzung Bahnhofdachs an der Seegefelder Straße (wir berichteten) wollte sich der Spandauer SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz nicht zufriedengeben.

Er fragte daher erneut bei Leuschel nach. Der DB-Konzernbevollmächtigte konkretisierte daraufhin in einem Brief an Schulz die Ursachen des leidigen Problems.

"Die Reinigungsanlage für das Bahnhofsdach ist leider bereits seit 2009 defekt", schrieb jetzt Leuschel. Sie sei technisch nicht nutzbar, da die Mechanik sowie die Sensoren zur Steuerung nicht ihre Funktion erfüllten und ständig defekt seien. Als Ursache für die Störung der Elektronik werde das elektromagnetische Feld der Oberleitung angesehen. Ein Gewährleistungs- und damit Regressanspruch bestehe für diese Anlage leider nicht mehr. Nach genauer Prüfung sei festgestellt worden, dass eine Instandsetzung des Reinigungsroboters nicht wirtschaftlich sei, da auch die Wasserversorgung auf dem Dach zu überarbeiten sei.

"Aus diesem Grund wird derzeit der Aufbau einer Befahranlage in Leichtbauweise zur Reinigung des Dachs wirtschaftlich und statisch geprüft", sagt der Konzernbevollmächtigte. Dabei sei zu beachten, dass die Statik des Daches eine zusätzliche Last nur bedingt zulasse. "Die Reinigung des Dachs erfolgt daher aktuell manuell unter Nutzung der vorhandenen Laufstege, die eine Belastung des Daches und somit Arbeiten nur in Teilbereichen möglich machen", bedauert Leuschel. Und er versichert, dass die DB an einer Lösung des Problems arbeite.


Michael Uhde / Ud
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