Für ein würdiges Gedenken: Bezirksamt soll Veranstaltung zum 27. Januar organisieren

Spandau. Eine „unrühmliche Ausnahme“ unter den Berliner Bezirken bilde Spandau, wenn es um das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zum Jahrestag am 27. Januar geht – findet die GAL. Die Fraktion hat jetzt die Initiative ergriffen, das zu ändern.

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hatte es am 27. Januar dieses Jahres – zufällig ein Sitzungstag – noch Uneinigkeiten über die Art und Weise gegeben, mit der sich das kommunale Gremium am Gedenken beteiligen sollte. Dass aber das Bezirksamt Spandau für eine würdige Veranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz sorgen soll, ist fraktionsübergreifend Konsens. Auf Antrag der GAL beauftragte die BVV jetzt das Bezirksamt, künftig ein besonderes Gedenken für die Spandauer Opfer des Nationalsozialismus auszurichten.

In anderen Teilen der Stadt fänden öffentliche Gedenkfeiern an diesem Tag bereits statt, es sei höchste Zeit, dass Spandau sich anschließe, begründet die GAL ihre Initiative. Auch vor Spandau hätten die Gräuel des deutschen Faschismus nicht halt gemacht, es habe hier ebenso wie im ganzen Land Opfer und Täter gegeben. Daran solle die jährliche Veranstaltung erinnern, sie müsse mahnen, wachsam zu sein, damit so etwas nie wieder geschehe. Auch einen Ort schlägt die GAL vor: das Mahnmal auf dem Gelände des evangelischen Waldkrankenhauses, das den in Spandau festgehaltenen Zwangsarbeitern gewidmet ist.

Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik seit 1996 offizieller, gesetzlich verankerter Gedenktag, seit 2005 erinnern an diesem Tag auch die Vereinten Nationen an die Opfer des Nationalsozialismus. bm
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