Marode Erstaufnahme macht dicht : LAF bestätigt Schließungspläne bis Ende Juni

Nach 22 Jahren soll die Erstaufnahme jetzt schließen. (Foto: Ulrike Kiefert)
Berlin: Erstaufnahme Motardstraße |

Spandau. Lange war es angekündigt, jetzt steht es fest. Die Erstaufnahme an der Motardstraße schließt Ende Juni. Die Familien ziehen in das Containerdorf Am Oberhafen.

Bis Ende des Monats soll die abrissreife Erstaufnahme für Flüchtlinge in der Motardstraße 101a frei gezogen sein und somit schließen. Das bestätigte das Landesamt für Flüchtlinge (LAF) auf Nachfrage des Spandauer Volksblattes. Die Familien ziehen mehrheitlich in das neue Tempohome Am Oberhafen mit 280 Plätzen. Dort ist die Mängelliste offenbar abgearbeitet. Die Container seien fürs Wohnen bereits ausgestattet, die Küchenherde angeschlossen, sagte Monika Hebbinghaus aus der Pressestelle des LAF.

Einige Flüchtlinge kommen nach Berlin-Buch

Alleinreisende Männer aus der Motardstraße kommen im Containerdorf an der Groscurthstraße in Berlin-Buch unter. Dort hatte es im August letzten Jahres gebrannt, weshalb Wohncontainer ersetzt werden mussten. Einige Familien, die keinen Platz Am Oberhafen finden, sollen in die Mertensstraße in Hakenfelde umziehen. Die Notunterkunft hat noch Plätze frei.

Schließungspläne für die Motardstraße gab es immer wieder. Erbaut für zehn Jahre stehen die Wohncontainer seit mittlerweile 22 Jahren. Zuletzt hatte die Senatssozialverwaltung das Aus im September 2016 angekündigt. Betreiber der Einrichtung ist die Awo Mitte.

Im Bezirk waren Mitte Mai rund 3860 Flüchtlinge untergebracht. Etwa 80 wohnen in zwei Hostels. Die Heimkapazität liegt bei insgesamt 5323 Plätzen. uk
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