Neonazis wollen wieder marschieren: Zahlreiche Proteste geplant

Erneut wollen Neonazis durch Spandau ziehen. Geplant ist der Rudolf-Heß-Marsch diesmal für den 18. August. Die Zivilgesellschaft protestiert mit zahlreichen Gegenveranstaltungen.



Spandau droht wieder ein Aufmarsch von Neonazis. Für den 18. August hat eine Privatperson einen Aufzug mit 500 Teilnehmern angemeldet und zwar erneut unter dem Titel „Mord verjährt nicht, gebt die Akten frei – Recht statt Rache“. Die Polizei bestätigt das, die Strecke allerdings sei noch nicht bekannt beziehungsweise bisher nicht angemeldet. Marschieren wollen die Rechten von 12 bis 20 Uhr.

Bereits am Vortag, 17. August, sind Gegenkundgebungen und Demonstrationen in Spandau sowie im Bezirk Mitte angemeldet. Direkt am 18. August starten zwei Gegendemonstrationen am Bahnhof Spandau unter dem Motto „Keine NS-Verherrlichung in Berlin. Nie wieder Krieg“ mit insgesamt 1500 angemeldeten Teilnehmern. Weitere sind am Alexanderplatz geplant.

Im Vorjahr wollten in Spandau rund 750 Rechtsextreme am 19. August mit einem „Rudolf-Heß-Gedenkmarsch“ an den 30. Todestag des Hitler-Stellvertreters erinnern. Der Aufmarsch scheiterte vor Ort an den massiven Gegenprotesten.

Das diesjährige Datum 18.8.2018 dürfte nicht ohne Grund gewählt worden sein. Die „18“ steht für den ersten und achten Buchstaben im Alphabet, „AH“, also für Adolf Hitler. Neonazis nutzen dieses Kürzel als Erkennungscode, ebenso wie die „88“ (Heil Hitler) oder „1919“ (SS).
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