Personalbedarf ist in Spandau aber deutlich höher

Spandau. Der Senat hat den Bürgerämtern 2,5 neue Stellen bewilligt. Für die CDU-Fraktion ein Tropfen auf den heißen Stein, denn der Bedarf ist deutlich höher.

Die Berliner Bürgerämter erhalten ab sofort mehr Personal. Insgesamt 31 neue Vollzeitstellen hat der Senat den Bezirken bewilligt. Spandau bekommt davon zweieinhalb. "Personell verstärkt das zwar die Bürgerämter, ist letztlich aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein", meint Josef Juchem (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste. Denn die Personalsituation in den Bürgerämtern habe sich verschlechtert.

"Darunter leiden die Bürger, die einen Anspruch auf Service und schnelle Bearbeitung haben", so Juchem. Zudem laufen die neuen Stellen Ende 2016 wieder aus, da sie befristet sind. Und es dauert etwa sechs Monate, bis die neuen Mitarbeiter eingearbeitet sind. Knapp 34 Vollzeitstellen gibt es aktuell im Rathaus für das Bürgeramt und die drei Bürgerbüros in den Kiezen. 2011 waren es noch zwei mehr. Angespannt ist die Personalsituation jedoch überall im Bezirksamt. Denn bis 2016 muss der Bezirk 75 Vollzeitstellen streichen.

Der Stellenabbau ist eine Senatsvorgabe und betrifft alle Bezirke. Laut einer Abfrage in der Verwaltung hat Spandau schon jetzt einen Mehrbedarf von knapp 102 Stellen. 41 fehlen allein in der Abteilung Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung. 23 neue Stellen bräuchte der Fachbereich Jugend, Bildung, Kultur und Sport. Bei den Bürgerdiensten sind es 13. Diesen Mehrbedarf habe das Bezirksamt beim Senat angemeldet, soBürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Ob die neuen Stellen kommen, ist offen.

Der Senat hat auf Drängen der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus ein Personalentwicklungskonzept bis 2020 für Berlin beschlossen. Die Bezirke sind momentan dabei, ihren Personalbedarf bis dato zu ermitteln. Doch der Landeshaushalt ist beschränkt.


Ulrike Kiefert / uk
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