Unwürdiger Zustand: Partnerwappen sollen auf Vordermann gebracht werden

Wenig repräsentativ präsentieren sich derzeit die Partnerschaftswappen am Haupteingang des Rathauses. Nach dem Willen der BVV sollen sie nun restauriert werden. (Foto: Uhde)

Spandau. Einstimmig verabschiedete die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 25. Februar den Antrag der SPD-Fraktion, die Partnerschaftswappen am Haupteingang des Rathauses an der Carl-Schurz-Straße 2/6 wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen.

Im Rahmen der baulichen Unterhaltung des Rathauses sollen die Tafeln mit den Wappen der sechs Partnerstädte wieder einen sauberen und gepflegten Eindruck machen. Seit 1952 besteht die Partnerschaft mit der Stadt Siegen sowie dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Der ältesten Partnerschaft folgten partnerschaftliche Verbindungen mit den Städten Luton in England und dem französischen Asnières-sur-Seine (beide 1959). Ashdod in Israel (1968), das türkische Iznik (1987) und die Stadt Nauen in Brandenburg (1988) sind die weiteren Partnerstädte der Havelstadt.

Die Arbeiten zur Restaurierung der Wappen an der Rathausfassade sollen nach dem Wunsch der BVV bis spätestens 9. Mai abgeschlossen sein. An diesem Tag hat Spandau Vertreter der Partnerstädte zur Gedenkfeier der Befreiung Deutschlands vom Naziregime eingeladen.

In ihrem Antrag fordert die SPD zudem die Entfernung des Wappens der einstigen Partnerstadt Boca Raton. Die Stadt im US-Bundesstaat Florida war seit 1974 Partnerstadt Spandaus. Boca Raton hatte der Havelstadt 2003 einseitig die Städtepartnerschaft aufgekündigt. In einem Brief des Bürgermeisters von Boca Raton, Steven Abrams, an Bürgermeister Konrad Birkholz (CDU) hieß es damals zur Begründung: "Seit Jahren war es nur noch Partnerschaft mit geringen Impulsen. Die Beziehungen waren zwar herzlich, aber nicht besonders produktiv." Offenbar hat die SPD übersehen, dass diese Partnerschaftstafel bereits entfernt worden ist.


Michael Uhde / Ud
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