Borchert-Schüler für Robocup-Meisterschaft qualifiziert

Das Team der Wolfgang-Borchert-Oberschule mit seinen Robotern und Requisiten. (Foto: Frey)

Spandau. Auf der Bühne agieren zwei ferngesteuerte Teddybären, die mit Trikots der Berliner Eisbären bekleidet sind. Beide haben natürlich auch einen Schläger und vor ihnen liegt ein riesiger Puck. Der bewegt sich aber bewusst nicht immer in die Richtung, die ihm die Bären vorgeben.

Mit dieser besonderen Eishockey-Einlage siegte das Team der Wolfgang-Borchert-Oberschule, Borchertweg 2, beim Robocup-Qualifikationsturnier am 1. und 2. März in der Urania. Damit wurde die Spandauer Formation ihrer Favoritenrolle gerecht und löste das Ticket für die Deutschen Meisterschaften, die im April in Magdeburg ausgetragen werden. Freuen über den Erfolg konnte sich auch Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD), der am Sonnabend zur Unterstützung des Teams nach Schöneberg gekommen war.

23 Schulen aus Berlin und Brandenburg waren bei dem zweitägigen Wettbewerb an den Start gegangen. Sie alle zeigten eine programmierte Kür in den Sparten "Dance", "Soccer" oder "Rescue".

Beim Robocup geht es zunächst darum, Jugendliche für die Welt der Roboter zu begeistern. Vor allem Mädchen. Sie werden an der Wolfgang-Borchert-Oberschule besonders in den Sparten Informatik, Technik, Naturwissenschaften und Mathematik gefördert. Zu verdanken ist das vor allem der Direktorin Anja Tempelhoff, die sich auch landesweit für solche Programme einsetzt. Mit dem Ergebnis, dass auch im diesjährigen vierköpfigen Roberta-Team aus Spandau drei Schülerinnen mitmachen. Alle sind 13 Jahre alt.

Die Gruppe steht in einer langen Erfolgstradition. Ihre Vorgänger haben in den vergangenen Jahren nicht nur zahlreiche nationale Titelkämpfe für sich entschieden, sondern holten auch Siege und vordere Platzierungen bei Weltmeisterschaften.

Daran will dieses Quartett anknüpfen. Neben der anspruchsvollen technischen Herausforderung überzeugte ihr Roboter-Auftritt auch durch eine gelungene Choreographie mit Witz und Liebe zum Detail. Einschließlich einer Zuschauertribüne als weiterer Requisite. Als passende Begleitmusik gab es den Eisbären-Song von den Puhdys.

Damit wollen die Schüler als nächstes beim Deutschen Junior Cup in Magdeburg begeistern. Und ein wenig schielen sie schon weiter. Denn die Weltmeisterschaft findet in diesem Sommer in Brasilien statt. Und zwar teilweise parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft.


Thomas Frey / tf
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