Bürgerämter: Wegen fehlender Unterlagen Thema vertagt

Spandau. Auch bei der Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste und Ordnungsamtsangelegenheiten am 16. August blieb die Frage nach der Weiterentwicklung der Bürgerämter im Bezirk unbeantwortet.

Weil der CDU-Fraktion das vollständige Papier des zuständigen Stadtrats, Stephan Machulik (SPD), nicht vorlag, beantragten die Christdemokraten die Vertagung des Themas in die kommende Sitzung. Dem stimmte der Ausschuss zu. Machulik entschuldigte sich bei der CDU. "Offenbar hat die CDU-Fraktion aus Versehen nur einen Teil des Vier-Phasen-Papiers erhalten", sagte er. Die ersten vier Seiten hätten wohl gefehlt. Laut Machulik sei auch der geplante SMS-Service für Besucher der Bürgerämter noch nicht eingeführt. Der sehe vor, Besucher per SMS zu informieren, wenn ihre Wartenummern demnächst aufgerufen werden. "Dem Bezirk stehen allerdings nur 2800 kostenfreie SMS pro Monat zur Verfügung." Jede weitere Benachrichtigung würde den Bezirk 15 Cent kosten. Aus diesem Grund habe man den Start des SMS-Services zunächst verschoben. Derzeit überlege man jedoch, für Smartphones eventuell eine entsprechende App zur Verfügung zu stellen.

Anlass des Konzeptes war der häufige Ausfall der Sprechzeiten in den Bürgerämtern in Kladow und der Wasserstadt. Dann kam der Vorschlag vom Bezirk, das Bürgeramt in Kladow zu schließen. Dieser wurde inzwischen umgesetzt. Diskutiert wird nun, diesen Bürgerservice in irgendeiner anderen Form weiterhin in Kladow anzubieten. Vor etwa vier Monaten hatte Machulik deshalb angekündigt, ein Konzept über die Zukunft der Bürgerämter in Spandau vorzulegen.


Michael Uhde / Ud
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