CDU sieht in Spandau noch Baupotenzial

Spandau. Die Spandauer CDU sieht im Bezirk noch großes Wohnbaupotenzial. 15.000 neue Wohnungen könnten hier in den nächsten zehn Jahren entstehen.

Dafür müssten weder bereits dicht besiedelte Wohnquartiere nachverdichtet noch Kleingärten aufgegeben werden, sagte Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU). Auch sei es nicht nötig, Grünflächen oder Felder zu bebauen. "Wir haben genügend freie Flächen, die dem Land Berlin oder Privatbesitzern gehören", so Röding. Geeignete Grundstücke hat die CDU in ihrem Positionspapier "Familien wohnen in Spandau" zur Wohnungsbaupolitik im Bezirk aufgelistet. Baustadtrat Röding und Kai Wegner, Generalsekretär der Berliner CDU und Bundestagsabgeordneter aus Spandau, hatten es kürzlich öffentlich vorgestellt. "Wegen der steigenden Mieten in den Innenbezirken hat Spandau einen starken Bevölkerungszuwachs", sagte Wegner. Der Bezirk müsse deshalb weitere Wohnangebote schaffen. Wichtig sei dabei eine gute soziale Mischung, denn einige Kieze wie die Heerstraße Nord oder das Falkenhagener Feld drohten bereits "umzukippen". "Wir wollen stabile Kieze, wo der Arzt neben dem Arbeiter wohnt, die junge Familie neben dem Senior", so der Abgeordnete. Neue Häuser müssten besonders für Familien gebaut werden. Doch nicht nur Ein- oder Zweifamilienhäuser seien wichtig, sondern auch Geschosswohnungsbauten. Neue Sozialwohnungen braucht Spandau aus Sicht der CDU hingegen nicht. Vielmehr sollte der Bezirk für Baugruppen-Modelle werben, sagte Röding. Platz für solche Genossenschaften aus bauwilligen Haushalten gebe es zum Beispiel in der Wasserstadt. Auch eine Öko-Siedlung ist für die CDU vorstellbar, etwa in Staaken neben der Linden-Grundschule. Weitere mögliche Flächen für Neubauten hat die CDU am Südhafen, Mertensstraße/Goltzstraße, Hohengatow, Parkviertel Kladow, auf dem ehemaligen Kraftwerks-Gelände Oberhavel und der früheren Landesnervenklinik Spandau ausgemacht. Um sie nutzen zu können, müssten sie für den Wohnungsbau aber erst noch freigegeben werden, sagte Röding.

2012 genehmigte das Bezirksamt etwa 350 neue Wohneinheiten, im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es bereits 363.


Ulrike Kiefert / uk
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