Der "Aktionsplan Spandau inklusiv" wurde vorgestellt

Bezirksamtsmitarbeiter erläuterten den Gästen des "Inklusiven Neujahrsempfangs" die Ziele der Abteilungen zur Umsetzung des Aktionsplans. (Foto: Uhde)

Spandau. Nicht ohne Stolz hörten Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und mehr als 100 Gäste des ersten "Inklusives Neujahrsempfangs" am 27. Februar im Bürgersaal des Rathauses das Lob: "Die Vorreiterrolle Spandaus bei der Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sollte in der gesamten Hauptstadt Schule machen."

Das sagte Simone Bröschke, stellvertretende Referatsleiterin der Abteilung EU und Internationales bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Auf diesem Weg ist der Bezirk bereits ein gutes Stück gegangen. "Dies war nur durch die engagierte Mitarbeit aller Abteilungen der Bezirksverwaltung möglich", betonte Klaus Laufmann, Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung. Denn sie hätten in Zusammenarbeit mit der Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstifts in rund neun Monaten den "Aktionsplan Spandau inklusiv" auf die Beine gestellt.

Der soll dafür sorgen, dass Spandaus Verwaltung niemanden ausgrenzt - ob jung oder alt, mit oder ohne Handicap oder Migrationshintergrund, so Stiftsvorsteher Martin von Essen. Bislang sei sie zwar "genervt gewesen von der theoretischen Heilsbegründung des Zauberworts Inklusion", bekannte Sylke Hölscher, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe. Aber das Projekt "Spandau inklusiv" habe sie erfreut, da es in der Praxis vieles angestoßen habe.

Im Rahmen des Projekts haben Bezirksamtsmitarbeiter Kurse besucht, in denen sie zu Inklusions-Fachleuten in ihren Abteilungen fortgebildet wurden. Danach entwickelten die fünf Abteilungen Vorschläge für den "Aktionsplan Spandau inklusiv". Der zeigt auf, wie die Abteilungen so arbeiten, dass sie ohne Barrieren für jedermann zugänglich sind.

Der Aktionsplan ist wie ein Kreislauf zu verstehen. Jedes Jahr wird erneut der Inklusionsbedarf in den Abteilungen festgestellt, der dann in den fortgeschriebenen Aktionsplan einfließt. "Dieses Bemühen darf nicht vor der Rathaustür Halt machen", forderte Petra Wagner, Vorsitzende des Behindertenbeirats. Die Idee müsse hinausgetragen werden, um sämtliche Barrieren auch in den Köpfen abzubauen.


Michael Uhde / Ud
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.