Einkommensgrenzen in QM-Gebieten aufgehoben

Blick auf die Staakener Hochhäuser: Der Wegfall der Belegungsbindung soll die Siedlungen attraktiver machen. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Bald können in Spandauer Sozialwohnungen auch Mieter mit einem Einkommen über den für diese Apartments zulässigen Grenzen ziehen. Die in den Quartiersmanagementgebieten (QM) unter die Belegungsbindung fallenden Wohnungen werden ab November davon freigestellt.

Seit diesem Jahr können die Bezirke in eigener Zuständigkeit die wohnungspolitischen Aktivitäten den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Das Bezirksamt hat am 16. Oktober die Freistellung für die Wohnungen in den Quartiersmanagementgebieten beschlossen. In Spandau gehören dazu die Gebiete Falkenhagener Feld-Ost und -West sowie Heerstraße und Spandauer Neustadt. Damit können auch Mieter mit einem höheren Einkommen in die Wohnungen ziehen. Zu den Gründen für die Freistellung erklärt der zuständige Stadtrat für Ordnungsamt und Bürgerdienste, Stephan Machulik (SPD): "Spandau kann auf eine positive Entwicklung in den QM-Gebieten in den vergangenen Jahren zurückblicken. Diese Tendenz soll durch die Freistellung gefördert werden. In den letzten Monaten und Wochen wurden daher verstärkt Gespräche mit Vertretern der betroffenen Wohnungsbaugesellschaften geführt." Der Zugang für alle Bürger und Familien hat laut Machulik die Stabilisierung und die Belebung der Kieze zum Ziel. Dies sei eine wesentliche Grundvoraussetzung, damit das Wohnumfeld verbessert werden könne und auch bestehender Leerstand aufgelöst wird.

Die Freistellung ist zunächst für sechs Monate vorgesehen. In dieser Zeit will Machulik ein den Anforderungen Spandaus gewachsenes Wohnungsmarkt-Konzept entwickeln, welches sowohl Mieter- als auch Vermieterinteressen berücksichtigt.

Bereits bestehende Freistellungen in den Quartiersmanagementgebieten wie auch die Gebietsfreistellung Heerstraße Nord sind hiervon nicht berührt.


Christian Schindler / CS
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