Familienzentren eröffnen und Neubauten für Jugendeinrichtungen entstehen

Spandau. Der Bezirk fördert verstärkt die Jugend- und Familienarbeit. Einrichtungen werden saniert oder neu gebaut. Auch neue Familienzentren sind geplant.

Trotz Sparzwänge hat es das Jugendamt geschafft, alle seine Standorte der Kinder- und Jugendarbeit in kommunaler Trägerschaft zu erhalten. Diese erfreuliche Bilanz zogen jetzt Stadtrat Gerhard Hanke (CDU), Abteilung Bildung, Kultur und Sport, und sein Fachbereichsleiter für Jugend- und Familienförderung, Georg Scherer. Spandau sei damit der einzige Bezirk, dem dies in enger Kooperation mit freien Trägern gelungen sei, so Hanke. Viele andere Bezirke hätten Jugendzentren geschlossen oder komplett an freie Träger abgeben müssen.

Als Erfolge der letzten zwei Jahre nannte der Stadtrat die Sanierung des Klubhauses an der Westerwaldstraße und des Jugendzentrums Bauspielplatz an der Pionierstraße. Außerdem wurde das Haveleck am Pulvermühlenweg in Kooperation mit einem freien Träger zu einem Jugendkulturzentrum erweitert.

Etwa 20 Jugendeinrichtungen und Familienzentren gibt es in Spandau. Zehn Standorte haben auch an den Wochenenden geöffnet. Das Jugendamt wird damit dem steigenden Bedarf gerecht. "Denn gerade am Wochenende nutzen sehr viele Familien dieses Angebot", so Hanke weiter. Darüber hinaus will der Bezirk drei größere Bauprojekte angehen. So soll die Freizeitstätte Koeltzepark des Bundes Deutscher Pfadfinder (BDP) Am Koeltzepark 4 für geschätzte 1,6 Millionen Euro einen Neubau erhalten. Und auch die Jugendeinrichtung am Räcknitzer Steig 10 soll neu gebaut werden. Kostenpunkt: rund drei Millionen Euro. Drittes Projekt ist der Sportjugendklub "Wildwuchs" an der Götelstraße 64. Das Haus soll ab 2016 komplett saniert oder ebenfalls neu gebaut werden. Auch hierfür fließen rund 1,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Stadtumbau West".

Bei den derzeit sieben Familienzentren rüsten die Spandauer ebenfalls auf. Ein neues Zentrum wird demnächst am Rohrdamm in Siemensstadt an den Start gehen. Ein zweites soll spätestens Anfang 2015 in Stresow eröffnen. Träger ist die Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai. In Spandau gibt es dann insgesamt neun Familienzentren. Zwei wurden 2012 neu eröffnet. Die anderen standen auf der Kippe, weil der Senat seine Förderung einstellte. Der Bezirk übernahm die Weiterfinanzierung.

Für die Jugendarbeit und Familienförderung hat der Bezirk Spandau in diesem Jahr rund 2,1 Millionen Euro im Budget.


Ulrike Kiefert / uk
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