Grüne fordern ein Gesamtkonzept für Radverkehr

Spandau. Zugunsten besserer Bedingungen für Radfahrer wollte die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung am 23. Januar Dampf machen. Sie fordert, die Radwege entlang der drei großen Ost-West-Magistralen in die Berliner City so auszubauen, dass sie dem heutigen Standard entsprechen.

Ihren Antrag legte die SPD-Fraktion zur direkten Abstimmung vor. Wichtig waren den Sozialdemokraten dabei die Radwege entlang der Straßenzüge Am Juliusturm, Nonnendammallee und Siemensdamm, an der Verbindung Ruhlebener Straße und Charlottenburger Chaussee sowie entlang der Heerstraße. Bei der CDU fand dieser Vorschlag einhellige Zustimmung. Jedoch wünschten sich die Christdemokraten eine Erweiterung auf die Nord-Süd-Verbindungen im Bezirk. Diese Ergänzung wollte die SPD übernehmen.Die direkte Abstimmung des Antrags scheiterte dann jedoch am Widerstand der Alternativen Liste Spandau - B’90/Grüne (GAL). Deren Verordnete Ritva Harju wollte den Antrag zunächst in den Verkehrsausschuss überweisen. "Wir wollen erst über ein Gesamtkonzept diskutieren", begründete sie.

"Da hätten wir etwas sehr Wichtiges sofort in die Wege leiten können, die GAL hat das nun aber mit ihrer Forderung nach einem Gesamtkonzept verhindert", bedauerte die CDU-Verordnete Beate Christ. Unterstützt wurde sie vom SPD-Kollegen Jens Julius. "Wir sollten doch nutzen, dass sich die CDU jetzt mit ganzem Herzen für die Radfahrer einsetzt und den Antrag direkt verabschieden", sagt er. Mit Rücksicht auf den Partner ihrer Zählgemeinschaft stimmte die SPD-Fraktion schließlich mit der GAL dafür, den Antrag erst in den Verkehrsausschuss zu überweisen.


Michael Uhde / Ud
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