Havelwasser versickert über neue Gräben

Spandau. Im Spandauer Forst soll das Havelwasser über neue Gräben versickern. Das sichert den Nachschub für die Trinkwasserbrunnen des Wasserwerks Spandau und erhält wichtige Feuchtbiotope.

Die Berliner Wasserbetriebe haben dafür Gräben auf einer Länge von drei Kilometern durch den Wald gelegt und von der Bürgerablage aus mit Havelwasser geflutet. Das versickernde Wasser sichert den Nachschub für die Trinkwasserbrunnen-Galerie Kuhlake und den Horizontalfilterbrunnen nahe der Kuhlake. Die Brunnen gehören zum Wasserwerk Spandau. Auch wertvolle Feuchtbiotope und Wiesen im Spandauer Forst können so gesichert werden. Denn durch die künstlich erhöhte Versickerungsmenge steigt der Grundwasserspiegel wieder an. Die Erweiterung des Grabensystems um 16 300 Quadratmeter kostet rund 650 000 Euro und wird zu drei Vierteln aus Fördermitteln der EU finanziert. Die Wasserbetriebe fördern heute in neun Wasserwerken aus rund 700 Brunnen Grundwasser. Standardtyp ist der Vertikalfilterbrunnen. Vereinfacht gesagt wird für ihn ein etwa 50 Meter tiefes Loch gebohrt, in das dann ein geschlitztes Rohr bis zu den wasserführenden Schichten geschoben wird. In diesem Filterrohr sammelt sich das Grundwasser und wird von einer Pumpe gefördert. Mehrere Brunnen bilden eine Galerie. Das Wasserwerk Spandau gewinnt sein Wasser über drei Brunnengalerien mit insgesamt 44 Vertikalbrunnen. Die 15 Brunnen der Galerie Kuhlake werden bis 2014 erneuert und sind deshalb zurzeit nicht in Betrieb.


Ulrike Kiefert / uk
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