Kinder von Fremden angesprochen

Spandau. In der Nähe von Grundschulen sollen Kinder wiederholt von Fremden angesprochen worden sein. Das wurde auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordneten am 27. Februar bekannt.

Die CDU-Fraktion hatte nach Hinweisen in einem sozialen Netzwerk zum Thema angefragt. So soll es in den vergangenen Wochen mehrere Vorfälle nach Schulschluss gegeben haben. Grundschüler sollen von fremden Personen angesprochen worden sein, die offenbar nichts Gutes im Schilde führten. Das bestätigen zwei Briefe, die auch dem Spandauer Volksblatt vorliegen. In einem Fall sollen zwei Männer versucht haben, im Quartier Pulvermühle einen Schüler in ein Auto zu ziehen. Im Kiez liegt die Grundschule an der Pulvermühle. Ein weiterer Vorfall passierte offenbar vor einem Supermarkt nahe der Astrid-Lindgren-Grundschule. Dort soll ein Mann eine Zehnjährige gebeten haben, ihm beim Ausräumen seines Autos zu helfen. Das Mädchen lehnte ab und lief davon. Der Mann soll die Schülerin daraufhin noch ein Stück verfolgt haben. "Beide Schulleiter haben die Eltern sofort schriftlich über die besorgniserregenden Vorfälle informiert.

Das begrüßen wir", sagte Thorsten Schatz von der CDU-Fraktion. Lehrer hätten mit ihren Schülern darüber gesprochen und sie über das richtige Verhalten in einem solchen Fall aufgeklärt.

Schulen sind informiert

Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) bejahte in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), dass es "einige Vorfälle" gegeben hat. "Wir haben sofort alle Schulen angerufen, aber noch nicht von allen eine Rückmeldung erhalten", sagte Hanke. Betroffen seien anscheinend nicht nur Grundschüler. Der Stadtrat kündigte an, das Thema im nächsten Bildungsausschuss der BVV beraten zu wollen. Dort sollen dann auch mögliche Präventivmaßnahmen zum Schutz der Kinder besprochen werden.


Ulrike Kiefert / uk
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