Kunstwerke von Nils Burwitz im Gotischen Haus zu sehen

(Foto: Christian Schindler)

Spandau. Die ehemalige Toreinfahrt des Gotischen Hauses, heute ein zusätzlicher Raum für die Kunst, ist jetzt eine Art Altar. Gewidmet ist er dem verstorbenen ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela. Der Künstler Nils Burwitz stellt aus.

Den am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren verstorbenen Mandela hatte der Künstler schon zum Thema seiner Arbeiten gemacht, als unter dem Apartheidregime die Abbildung des Bürgerrechtlers verboten war.

Burwitz kam 1940 in Swinemünde zur Welt. 1945 floh die Familie in den Westen, und wanderte 1958 nach Südafrika aus. Noch heute spricht Burwitz mit Rührung von Mandela, den er persönlich kennenlernte. Das Mandela-Verbot zu Zeiten der Apartheid umging Burwitz, in dem er das Porträt des Mannes als Variante des schwarzen Kontinents malte.

Doch nicht nur seine zwischenzeitliche Wahlheimat Afrika ist Thema der Bilder des Künstlers, der in England, der Schweiz und Österreich studierte, seit 1976 auf Mallorca lebt und seit 2011 ein Atelier auf der Zitadelle hat. In vielen Ländern hat er wichtige Auszeichnungen bekommen.

Aquarelle von seinen Reisen umrahmt Burwitz gerne mit Texten, sodass ein künstlerisches Tagebuch entsteht. Im Frühjahr 1989 brachte er von einer Reise nach Dresden den Eindruck mit, dass in der DDR große Veränderungen bevorstehen. Er sollte recht behalten. In einem Grafikzyklus geht er auf eine Berliner Zeitreise und illustriert Zitate großer Schriftsteller. Auf anderen Gemälden verewigt er seine Wahlheimat. Der Spandauer Kunstsammlung spendete er ein Gemälde der Findlinge aus dem Kellergemäuer des Gotischen Hauses.

Die Ausstellung "Nils Burwitz - Malerei und Grafik" ist noch bis zum 15. März im Gotischen Haus, Breite Straße 32, zu sehen. Geöffnet ist montags bis sonnabends jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Christian Schindler / CS
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