Lehrer und Erzieher verabschieden Resolution

Spandau. Der Protest gegen die Bildungspolitik des Landes geht weiter: Viele Lehrer und Erzieher aus dem Bezirk protestieren mit einer Resolution gegen geplante Arbeitszeiterhöhungen sowie gegen Personal- und Raummangel an den Schulen.

Die Spandauer Personalversammlung der Lehrer und Erzieher hat jetzt einstimmig eine Resolution beschlossen. Hintergrund sind die von der Senatsbildungsverwaltung geplanten "Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs". Die damit verbundenen Änderungen der Arbeitszeitverordnung stießen bei den Kollegen auf Unverständnis und Protest, so Susanne Held, Vorsitzende der Spandauer Personalversammlung.

In der Resolution fordern die Pädagogen unter anderem weniger Pflichtstunden - die waren 2003 erhöht worden -, mehr räumliche und personelle Ressourcen an den Schulen, die Verbeamtung der Lehrkräfte und eine bessere Bezahlung wie in anderen Bundesländern bereits üblich. Außerdem kritisieren die Lehrer beim Thema Inklusion, dass "eine individuelle Förderung von Kindern bei nur einer Lehrkraft für 26 Schüler nicht erfolgen kann". Ein weiterer Kritikpunkt sind die sogenannten Willkommensklassen für Kinder ohne Deutschkenntnisse, meist Flüchtlingskinder. Dort sollten Kollegen nach Meinung der Lehrer nur auf freiwilliger Basis eingesetzt werden. Außerdem fehlten Sozialarbeiter und Psychologen, um traumatisierte Schüler betreuen zu können.

Die notwendigen finanziellen Mittel sollten in den Landeshaushalt 2014/2015 eingestellt werden.


Ulrike Kiefert / uk
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