Musikschule hat jedoch Nachholbedarf bei den Instrumenten

Solisten und Ensembles traten am 22. September vergangenen Jahres beim großen Musikschulfest auf der Zitadelle auf. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Die Musikschule Spandau konnte ihr Leistungsniveau im vergangenen Jahr halten. In 140 Kursen und mit 120 Honorarkräften machte sie rund 2900 Schülern die Welt der Musik bekannt.

Damit hat die Einrichtung an der Moritzstraße 17 wieder eine solide Teilnehmerzahl erreicht. "Das spricht für die Qualität der Lehrkräfte und des Unterrichts unserer Musikschule", sagte Leiter Jürgen Mularzyk. Ihr Können haben die Spandauer Musikschüler bei mehr als 100 Veranstaltungen unter Beweis gestellt, zum Beispiel beim Wettbewerb "Ein Song für Spandau 2012" oder den Freilichtbühnenkonzerten, die inzwischen eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Musikschüler sind. Sehr gut angenommen wurden auch das Bläserkonzert in der Nikolaikirche, die Saitensprünge im Kulturhaus Spandau und das Nikolausmärchen "Frau Holle" im Gotischen Saal. "Auf diesen Erfolg sind alle Lehrenden in unserem Haus sehr stolz", sagte Mularzyk.

Insgesamt 140 Kurse bot die Schule im vorigen Jahr an. Damit sei es ihr gelungen, das Leistungsniveau zu halten, so der Leiter. Die meisten Schüler meldeten sich für den Instrumental- und Vokalunterricht an. Bei den Instrumenten waren die Gitarre, Violine und das Klavier am stärksten nachgefragt.

Fortgesetzt hat die Schule ihre Kooperation mit Spandaus Partnerstadt Asnières-sur-Seine. Über Himmelfahrt waren 23 junge Musiker zu einem Gitarrenorchesterprojekt nach Frankreich aufgebrochen. In diesem Jahr plant sie engere Kontakte zur Musikschule im israelischen Ashdod, einer weiteren Partnerstadt des Bezirks.

Verstärken will die Musikschule ihr Engagement in den Quartieren. Schnupperangebote an der Eiswerderstraße 7 sollen den gemeinsamen Filialstandort mit der Volkshochschule attraktiver machen. Und nach der guten Erfahrung mit dem Projekt "Neustadtchor" will sich die Musikschule jetzt auch im Kiez Heerstraße engagieren.

Eine positive Bilanz konnte Jürgen Mularzyk auch bei den Honorarkräften ziehen. Neue Mitarbeiter seien hinzugekommen, außerdem würden die Honorare der derzeit 120 Lehrkräfte zum 1. August dieses Jahres um weitere 2,65 Prozent angehoben. 2012 waren es 3,5 Prozent.

Erheblichen Nachholbedarf sieht der Musikschulleiter jedoch bei den Instrumenten. Zwar konnten im vorigen Jahr neue Streicher, Bläser und Tasteninstrumente angeschafft werden. Im Vergleich zu anderen Berliner Musikschulen seien die Spandauer aber eher gering ausgestattet.


Ulrike Kiefert / uk
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