Schinkel-Preis geht an Studenten der Technischen Universität

Die Gewinner des Schinkelpreises: Henning Holk, Janina Thieme, Julia Müller und Philipp Rösner (von links) vor ihrem Entwurf eines Promenadenrings. (Foto: Uhde)
 
Die Gewinner des Schinkelpreises: Henning Holk, Janina Thieme, Julia Müller und Philipp Rösner (von links) vor ihrem Entwurf eines Promenadenrings. (Foto: Uhde)

Spandau. Am 12. März wurde eine Ausstellung mit den Ergebnissen des 159. Schinkel-Wettbewerbs des Berliner Architekten- und Ingenieur-Vereins (AIV) in der Bibliothek der Technischen Universität Berlin (TU) eröffnet. Dabei präsentierten vier Studenten der TU ihren Wettbewerbsentwurf "Promenadenring - Neue Wege am Wasser".

Für ihren Entwurf eines 4,5 Kilometer langen Rundwegs in der Fachsparte Landschaftsarchitektur erhielten Henning Holk, Julia Müller, Philipp Rösner und Janina Thieme den mit 2500 Euro dotierten Schinkelpreis. Und weil er die Jury besonders überzeugte, gab es als besondere Anerkennung ein ebenfalls mit 2500 Euro dotiertes Italien-Reisestipendium der Hans-Joachim-Pysall-Stiftung.

Der prämierte Promenadenring führt von der Altstadt vorbei an der Zitadelle und weiter über die Halbinsel Sophienwerder an die Spreemündung. Die Jury lobte, dass der Entwurf durch Brückenschläge über Havel und Spree die unterschiedlichen Freiräume am Wasser verbindet und die Bedeutung des Zusammenflusses als Ursprung Spandaus und Zentrums künftiger Entwicklung betont. "Wir haben versucht, eine Mischung aus Realismus und Vision vorzulegen", beschrieb Preisträger Henning Holk die Entwurfsidee.

Für den 159. AIV-Schinkel-Wettbewerb unter dem Motto "Spandau bei Berlin", an dem nur junge Planer und Ingenieure unter 35 Jahren teilnehmen dürfen, wurden 115 Beiträge aus zehn Ländern eingereicht. Für insgesamt 16 prämierten Ideen vergab die Jury Preisgelder von 20 500 Euro. Aufgabe war es, in sieben Fachsparten aus gesamtstädtischer Perspektive die Eigenständigkeit und die Erkennbarkeit des Stadtkerns von Spandau zu stärken. "Spandaus Lage am Wasser stellt dafür eine besondere Chance dar, um Landschaft und Stadt zu verknüpfen", beschrieb Dr. Melanie Semmer, Jury-Vorsitzende und 2. Vorsitzende des AIV, den besonderen Reiz der Aufgabe.

Unter den eingereichten Beiträgen war zum Beispiel auch der Vorschlag, die Gebäude der einstigen Polizei-Reiterstaffel am Altstädter Ring als Kulturcampus im Zentrum zu entwickeln. Als Anschluss an den Mühlengraben schlugen die TU-Studenten Nathalie Minck, Seyhan Özgen und Till Kretschmar einen unterirdischen Baukörper mit Veranstaltungsräumen als Verbindung zu dem dort neu zu entwickelnden Außenraum mit Café und Restaurant vor. Mit 2000 Euro erhielten sie dafür neben einem Anerkennungspreis den von der Firma "Metallbau Windeck" gestifteten Sonderpreis.

Die prämierten Entwürfe sind bis zum 11. April montags bis freitags von 9 bis 22, sonnabends von 10 bis 18 Uhr in der Universitätsbibliothek der TU, Fasanenstraße 88 in Charlottenburg, zu sehen. "Möglicherweise wird die Ausstellung danach noch in den Spandau Arcaden gezeigt", sagte die Jury-Vorsitzende Melanie Semmer.

Auf die Übergabe ihres Preises mussten alle Gewinner allerdings noch warten. Die wurden erst am 13. März, dem Geburtstag des Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841), auf dem Schinkelfest in den Italienischen Höfen auf der Zitadelle vergeben.


Michael Uhde / Ud
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