Schinkel-Wettbewerb 2014 soll neue Ideen bringen

Spandau. Für dieses Jahr haben 115 Architekten, Ingenieure und Künstler beim 158. Schinkel-Wettbewerb neue Ideen für die Nachnutzung des Flughafens Tegel entwickelt. Jetzt geht es um die Spandauer City. Für 2014 ruft der Schinkelausschuss des Architekten- und Ingenieurvereins (AIV) Fachleute auf, sich der städtebaulichen Entwicklung in Spandaus Mitte anzunehmen.

"Mit dem Schinkel-Wettbewerb, an dem sich Teilnehmer aus ganz Europa beteiligen, wollen wir das städtebauliche Potenzial Spandaus aufzeigen", sagt Professor Hans-Joachim Aminde, Vorstandsmitglied des AIV. Denn hier gebe es mehrere interessante Ziele, über die es sich nachzudenken lohne. So müsse man über die bessere Öffnung der Havelstadt zum Wasser hin nachdenken. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten, Uferbereiche für den Wohnbau zu nutzen. Interessant seien auch Überlegungen darüber, wie eine Umfahrung des Zentrums anders gelöst werden könnte. Und nicht zuletzt sei die Frage der Veränderung des Zugangs zur Altstadt von Süden her Überlegungen wert.

Als "große Chance für Spandau" sieht auch Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) die Wahl der Havelstadt als Objekt des Schinkel-Wettbewerbs 2014. Damit könnten wichtige Impulse für die Zukunft des Spandauer Zentrums gesetzt werden. "Zudem wird damit das Interesse von Investoren auf unseren Bezirk gelenkt", sagt er. Flächen, über deren Zukunft man nachdenken könne, seien etwa mit dem ehemaligen Areal der Reiterstaffel an der Moritzstraße oder dem einstigen Postgelände an der Klosterstraße vorhanden.

"Wir müssen uns offen für neue Ideen zeigen", fordert Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU). So könne er sich neue Wohnbebauungen vorstellen, die eine vernünftige Mischung bei der Preisgestaltung der Mieten böten. Dabei dürfe es keine Denkverbote geben. "Die Teilnehmer des Wettbewerbs sollten etwa die Nutzung von Arealen nördlich und südlich der Spreemündung ins Auge fassen", sagt Röding. Mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung müsse man zudem übereinkommen, dass auch über eine alternative Nutzung des Hafengeländes nördlich der Schulenburgbrücke nachgedacht werde.

Das Handeln liegt nun an den Teilnehmern des Schinkel-Wettbewerbs. Der wird im September 2013 gestartet. Mitte März 2014 werden dann die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert. "Ich würde mich freuen, wenn Spandauer Firmen bereit wären, auch für die Preise der Gewinner zu spenden", so der Bürgermeister.


Michael Uhde / Ud
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