Senat will Stadtbahn ab Spandau verlängern

Spandau. Die Diskussion um die Verlängerung der S-Bahn-Linie von Spandau ins havelländische Falkensee kommt wieder in Fahrt. Der Berliner Senat will die Strecke trotz der Absage aus Brandenburg verlängern.

"Daran hält der Senat fest und wird die Realisierung für den Berliner Abschnitt der Strecke unabhängig von Entscheidungen in Brandenburg weiter vorantreiben", zitierte jetzt der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz aus einer Mitteilung des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller (SPD). Buchholz hatte zu diesem Thema nachgefragt und zeigte sich nun hocherfreut über die Antwort des Senators. "Der Bau soll möglichst noch in dieser Legislaturperiode beginnen." SPD und CDU hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, die S-Bahn bis Falkensee zu verlängern. Brandenburg hat indes einer Verlängerung der S-Bahn ins Umland eine Absage erteilt. Das geht aus dem neuen Nahverkehrsplan für das Land bis 2017 hervor. Der Berliner Abschnitt ist drei Kilometer lang. Den größten Teil müsste die Bundesregierung zahlen, so Buchholz. Die Verbindung war durch den Mauerbau 1961 unterbrochen worden. Daher sei der Bund in der Pflicht. Das Land Berlin müsste jedoch beispielsweise für die Bahnhöfe zahlen.

Der Politiker hofft nun, dass die Brandenburger nachziehen, wenn der erste Teil erst fertig ist. Für die Pendler aus Berlins Mitte wäre die verlängerte S-Bahn-Strecke von Vorteil. Sie müssten in Spandau nicht mehr in die Regionalbahn umsteigen, wenn sie in den Speckgürtel zur Arbeit wollen. Die Spandauer wiederum hätten zusätzlich zum Regionalzug dann auch eine S-Bahn, die bis Falkensee fährt.


Ulrike Kiefert / uk
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