Spandauer Preis für Jugendliteratur wird vergeben

Henriette Juche (19) hat "Margos Spuren" von John Green für sich entdeckt. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Ferienzeit ist immer auch Lesezeit: In der Spandauer Jugendbibliothek bereiten 18 junge Leute die Vergabe des Spandauer Jugendliteraturpreises am 30. August vor. Sie werden dann rund 200 Bücher gelesen haben.

In diesem Jahr wird es einen eigenständigen Spandauer Jugendliteraturpreis geben. Mit Unterstützung der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau und des Freundeskreises der Stadtbibliothek Spandau wird er am 30. August im Lesecafé der Hauptbibliothek an der Carl-Schurz-Straße 13 vergeben. Für das Spandauer Volksblatt gaben fünf der Jury-Mitglieder Tipps für junge Leser: Die 19-jährige Caroline Sümnick empfiehlt Daniel Höras "Braune Erde" (Verlag Bloomsbury, ISBN 978-3-833-35099-3, 8,99 Euro). Es geht darin um einen Jugendlichen, der in rechtsextreme Kreise gerät. "Manche der dort beschriebenen Szenen möchte man nicht erleben, das Buch ist sehr intensiv geschrieben", sagt sie.

Henriette Juche rät, mit dem schon 2010 erschienen Buch auf "Margos Spuren" (Hanser-Verlag, ISBN 978-3-446-23477-2, 16,90 Euro) von John Green auf die Suche nach einem verschwundenen Mädchen zu gehen. Die 19-Jährige mag an dem Text vor allem die schöne Sprache. Der Autor bezieht sich ausdrücklich auf die Naturlyrik von Walt Whitman.

"Eine richtige Sommerlektüre" legt die 15-jährige Charlotte Hain den Lesern ans Herz. "Mein Sommer nebenan" von Huntley Fitzpatrick (cbj-Verlag, ISBN 978-3-570-15572-1, 16,99 Euro) erzählt von den Sommerferien, den die jugendliche Erzählerin mit einer benachbarten "Chaos-Familie" verbringt. Und das auf keineswegs seichte Art, wie Charlotte Hain betont.

Der 17-jährige Sven Hilpisch hat sich begeistert in Maarten Keulemans’ "Exit Mundi" (dtv, ISBN 978-3-423-34617-7, 9,90 Euro) eingelesen. Im Untertitel verspricht das Buch "Die besten Weltuntergänge". Der holländische Autor zeigt laut Sven Hilpisch "sehr witzig, wie ständig Weltuntergänge angekündigt werden, die gar nicht eintreten können". Und wer das für zu beruhigend findet: Keulemans erklärt auch, warum die Untergangstheorien manches wissenschaftliche Argument doch für sich haben.

Viel Zeit braucht, wer den Rat des 18-jährigen Florian Lehmann befolgt: Er empfiehlt, sich in die Reihe Horus Heresy einzulesen, eine Science-Fiction-Reihe, die mittlerweile aus 24 Bänden von unterschiedlichen Autoren besteht.


Christian Schindler / CS
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