Spandauer Veterinäramt ist Pate eines Hummers

Hummer gilt als eine Delikatesse. Wenn sich die Tiere häuten, bleibt - wie hier - der Krustenpanzer übrig. (Foto: Bezirksamt)

Spandau. Das Veterinäramt hat die Patenschaft für einen Helgoländer Hummer übernommen. Der Krebs ist das Wappentier der Nordseeinsel.

Das Veterinäramt ist seit März Pate eines Hummers. Er heißt Siggi, ist noch sehr jung und lebt auf Helgoland. Dort kümmern sich Forscher der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung um den Krebs. Denn Siggi ist nicht in Freiheit geschlüpft, sondern wurde gezüchtet, um seine Art zu erhalten. Im Sommer nächsten Jahres wird er dann mit Hunderten Artgenossen in der Nordsee ausgewildert. Doch bis es soweit ist, finanziert das Spandauer Veterinäramt Siggis Aufzucht vom Ei über die Larve bis zum Junghummer. "Mit dieser Patenschaft unterstützen wir die Arterhaltung des Europäischen Hummers auf Helgoland", sagt der zuständige Stadtrat Stephan Machulik (SPD). Das Spandauer Veterinäramt ist dafür bekannt, sich um Tiere zu sorgen. Bei ihren Betriebskontrollen vergessen die Mitarbeiter nicht, auch Großhändler dahingehend zu überprüfen, ob sie lebende Krebse artgerecht versorgen, bis sie als Delikatesse verkauft werden. So entstand der Kontakt zur einzigen deutschen Aufzuchtstation von Hummern auf Helgoland. Dort hatten sich die Spandauer erkundigt, wie Hummer am besten gehalten werden.

Wer selbst Hummerpate werden will, kann sich auf www.helgoland.de anmelden.

Ulrike Kiefert / uk
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