Stadion trug für einen Tag den Namen Werner Schreibers

Ronaldo Edelmann von den Spandau Bulldogs, Werner Schreiber, Stadtrat Gerhard Hanke und Lothar Lehmann, ehemaliger Geschäftsführer des FC Spandau 06. (Foto: Frey)

Spandau. Das Helmut-Schleusener-Stadion am Askanierring hatte am 24. Oktober einen anderen Namen. An diesem Tag hieß es Werner-Schreiber-Stadion.

Der Grund für die temporäre Umbenennung: Werner Schreiber, langjähriger Platzwart der Anlage, wurde an diesem Tag mit großem Bahnhof in den Ruhestand verabschiedet. Elf Jahre war der 65-Jährige dort verantwortlich. Und erledigte diesen Job weit über das geforderte Maß hinaus. "Das Stadion und Werner Schreiber waren eins", so der Tenor bei den Reden zu seiner Verabschiedung. Sportstadtrat Gerhard Hanke (CDU) verglich ihn gar mit dem "Alten Fritz". Ebenso wie der König habe er preußische Tugenden vorgelebt.

Werner Schreiber ist eigentlich gelernter Fleischer und landete nach seiner Tätigkeit in einem Druckereibetrieb 2001 beim Sportamt. Mit dem Sport war er schon zuvor verbunden, vor allem als langjähriger Betreuer der Fußballer des Spandauer BC, beziehungsweise heute FC Spandau 06.

"An der Arbeit im Schleusener-Stadion hat mir immer gefallen, dass hier sehr unterschiedliche Vereine aktiv waren", sagt er. Die schönste Veranstaltung sei in den vergangenen Jahren der Gastro-Cup gewesen, das regelmäßige Benefiz-Fußballturnier von Kneipen- und Restaurantmannschaften.

Wegen seiner großen Verdienste könne Schreiber nicht einfach so verabschiedet werden, meinten seine Vorgesetzten und Kollegen. So wurde die Idee des Werner-Schreiber-Stadions geboren und ein entsprechendes Schild am Eingang angebracht.

Was den so Geehrten natürlich sehr freute. "Ich hab zwar früher manchmal im Spaß gesagt, der Platz könnte eigentlich auch nach mir heißen. Dass das aber dann wirklich mal passiert, hat mich sehr überrascht."


Thomas Frey / tf
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