Vermessungstechniker erhielten im Rathaus Zeugnisse

Als Vermessungstechniker erarbeiten Christoph Lindenberg, Vanessa Warmke und Markus Graßmehl die Grundlagen für Stadtpläne. (Foto: Ulrike Kiefert)

Spandau. 33 junge Vermessungstechniker haben am 31. August im Rathaus ihre Zeugnisse erhalten. Zwei Azubis übernimmt das Bezirksamt befristet für ein Jahr.

Alle haben ihre Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt. Die Hälfte der 33 jungen Frauen und Männer hatte eine Eins vor dem Komma. Vier Absolventen wurden zudem mit dem Nachwuchspreis des Deutschen Vereins für Vermessungswesen (DVW) ausgezeichnet. Ulrich Warlo, Vizeleiter der Knobelsdorff-Schule, sprach von "hervorragenden Ergebnissen" im diesjährigen Jahrgang. Ausgebildet wurden die frischgebackenen Vermessungstechniker drei Jahre lang am Oberstufenzentrum für Bautechnik der Knobelsdorffschule, Nonnendammallee 140. Weil Vermessungstechniker aber nicht nur am Schreibtisch, sondern auch im Freien arbeiten, sammelten die Berufsschüler ihr praktisches Wissen in Vermessungsbüros, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung oder in der Bauabteilung des Bezirksamtes Spandau.

"Wir haben die Zitadelle und das Fort Hahneberg vermessen, Lagepläne gezeichnet, nivelliert und mit diversen Messgeräten gearbeitet", erzählte Timo Glutsch (22). Bei seiner Arbeit sei ihm aufgefallen, dass viele Passanten gar nicht wussten, was ein Vermessungstechniker eigentlich macht. "Die dachten, wir würden fotografieren oder kommen vom Fernsehen."

Dabei dürfte jeder die Spezialisten mit den orangefarbenen Sicherheitswesten schon gesehen haben. Wenn sie mit ihren Geräten die Lage von Vermessungspunkten überprüfen, fehlende Markierungen ersetzen und neue Zeichen ansetzen. So legen sie die Grundlagen für Stadtpläne oder Landkarten, Routenplaner im Internet oder das Navi im Auto. Auch wenn Autobahnen gebaut oder Schienen verlegt werden, sind Vermessungstechniker gefragt.

Hans-Gerd Becker, Vorsitzender des DVW, sah deshalb mittelfristig gute Jobchancen für die Absolventen. "In fünf bis zehn Jahren werden wir in Berlin sogar zu wenige haben", prognostizierte er. Etwa die Hälfte der 33 Absolventen will allerdings erst einmal studieren. Auch Timo Glutsch hat sich für ein Studium für Vermessungswesen an der Beuth-Hochschule entschieden. Zwei Absolventen werden im Anschluss für ein Jahr von der Bauabteilung des Bezirksamtes übernommen. Mehr Außeneinstellungen seien nicht möglich, so Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU).


Ulrike Kiefert / uk
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