Veterinäramt registriert einen Fall von Katzenleukämie

Spandau. Da in der Havelstadt ein Fall von Katzenleukämie registriert wurde, erinnert das Veterinäramt insbesondere Besitzer von freilaufenden Katzen daran, dass eine rechtzeitige Impfung Katzen vor einer Erkrankung schützen kann.

Bei der Katzenleukämie oder Katzenleukose handelt es sich um eine ansteckende Viruserkrankung der Tiere, die in der Regel mit dem Tod endet. Etwa 80 Prozent der erkrankten Tiere sterben innerhalb von drei Jahren. Eine Therapie der Katzen ist nicht möglich. Andere Tiere und der Mensch sind nicht gefährdet. Die Krankheitssymptome sind sehr unterschiedlich. Die Tiere zeigen meist Fressunlust und Abgeschlagenheit. Ein Teil der Tiere entwickelt bösartige Tumore, andere zeigen schwere Veränderungen des Blutbilds oder Immunschwächen und Nierenerkrankungen. Trächtige Katzen haben Fehlgeburten.

Die Übertragung des Virus erfolgt etwa durch Aufnahme infektiösen Bluts oder Speichels über die Schleimhäute von Mund- und Nasenhöhle oder über Wunden. Dabei ist der direkte Kontakt mit einem Virusausscheider, zum Beispiel durch gegenseitiges Belecken, der häufigste Übertragungsweg. Auch Muttertiere können das Virus auf ihre Ungeborenen übertragen. Die indirekte Übertragung durch mit virushaltigem Speichel kontaminierte Gegenstände wie Fress- oder Trinknäpfe ist kaum bekannt. Wohnungskatzen ohne Kontakt zu anderen Tieren sind nicht gefährdet.

Eine Schutzimpfung ist ab der neunten Lebenswoche möglich und vor allem bei "Freigängern" unbedingt anzuraten.


Michael Uhde / Ud
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