Bezirk müsste allerdings mitfinanzieren

Spandau. Zwei neue soziale Projekte könnten 2015 in Spandau starten. Sie unterstützen Jugendliche und Arbeitslose. Der Bezirk müsste die Bundesprojekte allerdings kofinanzieren.

Von den beiden neuen Bundesprojekten "Jugend stärken im Quartier" und "Biwaq" könnten im kommenden Jahr auch die Spandauer profitieren. Darauf weist der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) hin. Spandau sei von der Bundesregierung als eine Region ausgewählt worden, um an dem Programm "Jugend stärken im Quartier" teilzunehmen, informiert Schulz. "Der Bezirk wird darum in Kürze zur Antragstellung aufgefordert". Auch für das Biwaq-Projekt könnte sich Spandau bewerben.

"Jugend stärken im Quartier" unterstützt Jugendliche im Alter von zwölf bis 26 Jahren. Spezielle Projekte sollen ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern und zwar mittels aufsuchender Jugendsozialarbeit und leicht zugänglicher Beratung. "Biwaq" wiederum will die nachhaltige Integration von arbeitslosen oder langzeitarbeitslosen Frauen und Männern über 26 Jahre in Beschäftigung fördern und die lokale Wirtschaft stärken.

Allerdings weist Swen Schulz auf ein Finanzierungsproblem hin. Beide Programme müssten nämlich jeweils zur Hälfte vom Bezirk oder dem Land Berlin kofinanziert werden. "Was nicht leicht ist, aber es gibt eine gute Nachricht", so Schulz. Denn es könne einen weiteren Zuschuss des Bundes in Höhe von 30 Prozent für das Jugendprojekt geben, was den Eigenanteil des Bezirks auf 20 Prozent reduzieren würde. Bei dem Programm Biwaq darf der Bund sogar 40 Prozent der Mittel beisteuern.

Swen Schulz fordert daher das Bezirksamt und die Bezirksverordneten auf, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Denn nur so könnten diese interessanten Projekte auch in Spandau starten.


Ulrike Kiefert / uk
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