Bezirksverordnete sind sich einig

Spandau. Jedes Asylbewerberheim soll einen Flüchtlingsfürsprecher bekommen. So wollen es die Bezirksverordneten. Sie fordern außerdem die Sanierung der Flüchtlingsunterkunft an der Motardstraße.

Was sich in Krankenhäusern bewährt hat, soll nun auch in Spandaus Asylbewerberheimen erprobt werden. Flüchtlingsfürsprecher könnten in den Erstaufnahmeeinrichtungen an der Motardstraße und am Rohrdamm sowie in den Notunterkünften am Askanierring, Waldschluchtpfad und Staakener Straße bald ihre Arbeit aufnehmen. Ihre Forderung an das Bezirksamt untermauerten SPD und GAL mit den jüngsten Gewaltvorfällen in Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein-Westfalen. Diese zeigten, dass unabhängige Institutionen nötig seien, um die Bewohner in allen Fragen der Unterbringung und der Betreuung zu unterstützen und ihre Interessen zu wahren - analog den Patientenfürsprechern in Kliniken. Die Bezirksverordneten stimmten dem Dringlichkeitsantrag auf ihrer Sitzung am 15. Oktober unisono zu. Außerdem beauftragten sie mehrheitlich das Bezirksamt damit, sich bei der zuständigen Senatsverwaltung mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass die Erstaufnahmestelle an der Motardstraße für die Dauer des Weiterbetriebes instand gesetzt und eine Überbelegung künftig ausgeschlossen wird. Menschenwürdiges Wohnen sowie die Arbeitsplatzvorgaben müssten dort zwingend eingehalten werden, zumal die Flüchtlinge keine Wohnalternative hätten, begründete die GAL-Fraktion ihren Antrag. Wie wiederholt berichtet sind die Wohncontainer an der Motardstraße seit Jahren marode und sollten schon längst abgerissen werden.


Ulrike Kiefert / uk
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