Erste Ergebnisse des Projekts "Spandau inklusiv" vorgestellt

In der begleitenden Ausstellung des "Inklusiven Kunstkurses" der "Lernerei" zeigte die Gruppe zum Thema Surrealismus auch dieses gemeinsame Werk aller Teilnehmer. (Foto: Uhde)

Spandau. Erste Ergebnisse des vom Bezirk 2012 gestarteten Projekts "Spandau inklusiv" stellten die Akteure am 26. Februar beim "Inklusiven Neujahrsempfang" im Rathaus vor.

Das Projekt soll die Vorreiterrolle Spandaus bei der Umsetzung des von der Bundesrepublik 2009 ratifizierten Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) vorantreiben. Ziel ist es, dass Spandaus Verwaltung bis zum Jahr 2020 niemanden mehr ausgrenzt. Dies gilt für Jung und Alt, Menschen mit Handicap oder Migrationshintergrund.

Der erste Schritt ist nun gegangen. 26 Mitarbeiter der fünf Bezirksamts-Abteilungen wurden zu Multiplikatoren geschult. Sie sollen in Abstimmung mit Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD), den Stadträten, dem Behindertenbeirat und dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung weitere Aktionspläne erarbeiten und diese umzusetzen. "Bislang haben wir von 54 Aktionen 32 endgültig und 16 zum Teil realisiert", zogen Gesa Ebeling und Jörg Markowski von der Behindertenhilfe Bilanz für die Jahre 2013 und 2014.

Der Aktionsplan für 2015 sieht 78 Aktionen der fünf Abteilungen vor. So soll die Bauabteilung in der Landstadt Gatow einen weiteren, inklusiven Spielplatz in der Havelstadt planen. Das Amt für Bürgerdienste hat den Auftrag, behindertengerechte Schablonen für Wahlen und Volksentscheide zu entwerfen. Die Kulturabteilung soll das Haus der Gesundheit barrierefrei gestalten. Aufgabe des Facility-Managements ist eine barrierefreie Sporthalle der Bertolt-Brecht-Oberschule. Und die Abteilung Soziales und Gesundheit wird inklusives Informationsmaterial für die Pförtnerdienste entwickeln.

Dass es allerdings noch ein weiter Weg zum "inklusiven Bezirk Spandau" ist, zeigte sich beim Empfang im Bürgersaal. Obwohl die Bezirksverordnetenversammlung im März 2014 beschlossen hatte, die Bühne im Bürgersaal des Rathauses barrierefrei zu gestalten, musste Marlies Pust im Rollstuhl ihr Grußwort vor der Bühne sprechen.

Denn die ist für Behinderte noch immer unzugänglich. "Die Pläne sind fertig", sagte Kleebank. Demnächst solle nun mit dem Umbau begonnen werden.


Michael Uhde / Ud
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