Gedenkfeier an ermordete Spandauer jüdischen Glaubens

In der Jugendgeschichtswerkstatt gingen Kant-Schülerinnen dem Schicksal der Familie Weiss nach. (Foto: Schindler)

Spandau. Drei Gedenkveranstaltungen zu von den Nationalsozialisten verfolgten Spandauer Juden gibt es am 18. Mai.

Schülerinnen des Kant-Gymnasiums berichten am 18. Mai um 11 Uhr im Rahmen einer Gedenkfeier an den Stolpersteinen für die Familie Weiss an der Pichelsdorfer Straße 97 über deren Schicksal. Die Eheleute Margot und Julius Weiss hatten dort ein Textilgeschäft betrieben, bis sie 1938 das Geschäft zwangsverkaufen mussten. Die Söhne der beiden, Fritz und Hans, waren ebenfalls Schüler des Kant-Gymnasiums. Fritz fiel dem Holocaust zum Opfer, während Hans emigrieren konnte.

Die Eheleute zogen nach dem Zwangsverkauf des Geschäfts in das Haus von Margots Vater Louis Salomon in der Breiten Straße 33. Salomon nahm dort auch andere von den Nationalsozialisten verfolgte Juden auf. An dem Haus wird daher am 18. Mai um 15 Uhr eine Gedenktafel angebracht, die der Förderverein der Jugendgeschichtswerkstatt finanziert. Im Anschluss daran gibt es eine Veranstaltung in der Jugendgeschichtswerkstatt, Galenstraße 14, an der auch Familienangehörige der Familie Weiss aus Israel und Berlin teilnehmen werden.


Christian Schindler / CS
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