Infoveranstaltungen und Putzaktion geplant

Der Künstler und Stolperstein-Ideengeber Gunter Demnig verlegt die Steine für Margot, Julius und Fritz Weiss an der Pichselsdorfer Straße 97. (Foto: Schindler)

Spandau. Die Arbeitsgemeinschaft Christen und Juden im Evangelischen Kirchenkreis Spandau und die Jugendgeschichtswerkstatt haben am 24. April fünf neue Stolpersteine für von den Nationalsozialisten ermordete Juden verlegen lassen.

Zwei neue Stolpersteine erinnern an Chana Rehfeldt und ihren Sohn Hans, die an der Breite Straße 15/16 lebten. Das Schicksal von Mutter und Sohn wird gerade von einer Konfirmandengruppe der Wichern-Radelandgemeinde mit ihrer Pfarrerin Sabine Kuhnert recherchiert. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes am 29. Juni um 10 Uhr in der Wichernkirche, Wichernstraße 14, vorgestellt. Drei Stolpersteine erinnern an der Pichelsdorfer Straße 97/ Ecke Brüderstraße jetzt außerdem an das Ehepaar Margot und Julius Weiss sowie deren Sohn Fritz Weiss. Informationen zum Schicksal der Familie geben Schülerinnen der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau am 18. Mai um 11 Uhr an den Steinen. In den Vortrag werden auch Informationen einfließen, die Uri Weiss aus Israel geben hat. Er ist der Sohn des zweiten Weiss-Sohnes Hans, er überlebte die Verfolgung und emigrierte nach Palästina.

Zu seiner jährlichen Stolperstein-Putzaktion lädt der Verdi-Ortsverein Berlin-Nordwest am 3. Mai ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Rathaus, Carl-Schurz-Straße 2/6. Von dort führt ein zweistündiger Spaziergang zu den Stolpersteinen, die dabei ihren alten Glanz wiedererhalten sollen.


Christian Schindler / CS
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