Viele Jugendliche aber noch unversorgt

Spandau. Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Bezirk leicht gesunken. Mit 11,4 Prozent ist sie aber immer noch zu hoch. Auch deshalb soll bald eine Jugendberufsagentur ihre Arbeit in Spandau aufnehmen.

Spandau hat weniger arbeitslose Jugendliche als in den Monaten zuvor. 1688 Spandauer unter 25 Jahren waren im Juli ohne Job und damit 340 weniger als im Vorjahresmonat. Auch die Quote der Jugendarbeitslosigkeit hat sich damit leicht verbessert. Sie liegt jetzt bei 11,4 Prozent, ist jedoch genauso hoch wie im Berlinschnitt. Von den 1688 arbeitslosen Jugendlichen waren 1347 im Jobcenter Spandau gemeldet (10,7 Prozent). Im Juli 2013 waren es noch 1672 (12,6 Prozent). Dass die Zahl gesunken ist, führt das Jobcenter auf den Fachkräftemangel und die offenen Ausbildungsstellen zurück. Aktuell gibt es in Spandau noch etwa 120 freie Lehrstellen. Gesucht werden vor allem Elektroniker und Einzelhandelskaufleute. Stark nachgefragt sind bei den jungen Leuten laut Statistik das Gastgewerbe und die schulische Ausbildung zum Sozialassistenten.

Um die Jugendarbeitslosigkeit weiter zu senken und diesen Trend auch beizubehalten, soll in Spandau im nächsten Jahr eine Jugendberufsagentur ihre Arbeit aufnehmen. Unter dem Dach von Jobcenter, Berufsberatung, Schulverwaltung und Jugendamt sollen arbeitslose Jugendliche noch intensiver beraten werden. Daneben stehen den Jugendlichen die Arbeitsvermittler der U25-Teams betreuend zur Seite.

Wer sich über die verschiedenen Ausbildungsberufe informieren will, finden eine Übersicht auf der Jobcenter-Internetseite www.michbrauchtdiewelt.de.

Ulrike Kiefert / uk
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