Tempo-30-Zone auf der Flankenschanze dank Anwohnerantrag?

Spandau. Die Forderung von Anwohnerin Silke Bährens, auf dem Abschnitt der Flankenschanze zwischen Askanierring und Galenstraße die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen, will das Bezirksamt mit einer entsprechenden Stellungnahme gegenüber der Verkehrslenkung Berlin (VLB) unterstützen.

Diese Entscheidung trafen die Verordneten in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 19. Mai einstimmig. Silke Bährens hatte zuvor ihre Petition zur Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Ausschuss persönlich begründet.

"In der an der Flankenschanze gelegenen, einstigen Beseler-Kaserne sind jetzt Wohnungen entstanden", sagte Bährens. Damit sei aus dem ehemaligen Mischgebiet jetzt ein reines Wohngebiet geworden. Zudem sei an der Flankenschanze 48 in unmittelbarer Nähe zur Flankenschanze ein Kindergarten eröffnet worden.

"Fast alle Straßen in der Umgebung sind bereits Tempo-30-Zone, an der Flankenschanze wird bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern aber gerast", schilderte die Anwohnerin ihre Erfahrungen. Auch nachts sei es an der Straße daher sehr laut. Dies werde zudem durch das sehr schlechte Pflaster der Straße verstärkt. "Die Anwohner fordern daher nicht nur eine zeitlich begrenzte Tempo-30-Zone sondern eine generelle Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit" fordert Silke Bährens.

Bei Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) stieß sie mit ihrer Forderung offenbar auf offene Ohren. "Wir wollten nur auf die Entscheidung des Ausschusses warten", sagte Röding. Wenn dieser sich nun der Forderung von Silke Bährens anschließe, werde das Bezirksamt das Schreiben der Anwohnerin mit entsprechend positiver Stellungnahme an die VLB weiterleiten.

Angesichts der zu erwartenden Bearbeitungszeit bei der VLB legte Silke Bährens nach: "Könnte man nicht solange eine temporäre 30-Zone wegen Straßenschäden auf der Flankenschanze einrichten", wollte sie wissen. Röding signalisierte die Bereitschaft des Tiefbauamts, das für eine derartige Anordnung selbst zuständig sei. "Allerdings müsste die Grundlagen der Schadensgefährdung erst geprüft werden", sagte er. Er versprach, dass seine Behörde die Straße daraufhin prüfen werde, ob eine temporäre Tempo-30-Zone bis zu einer endgültigen Entscheidung angemessen wäre. Dieses Vorgehen unterstützte der Ausschuss einstimmig.


Michael Uhde / Ud
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