Von Spandau nach Schönefeld: S-Bahn verbindet Zitadellenstadt mit Airport

Spandau.

Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember wird Spandaus Anschluss an die weite Welt verbessert.

Statt bisher einer S-Bahnlinie fahren demnächst wieder zwei Linien in den Großbezirk im Westen Berlins. Denn die Spandauer bekommen eine Direktverbindung zum Flughafen Schönefeld. Das bestätigte S-Bahnsprecher Ingo Prignitz.

Einen Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadtflughafen BER gibt es zwar immer noch nicht. Doch hält die S-Bahn Berlin an ihrem Verkehrskonzept fest und will es bereits zum Winterfahrplan in Kraft treten lassen. Ab Spandau verkehrt die Linie dann im 20-Minuten-Takt zum Flughafen Schönefeld. "Das Umsteigen, das bisher am Bahnhof Ostkreuz nötig war, wird damit überflüssig", erläutert Ingo Prignitz.

Warum aber kommt die neue Linienführung der S9 erst jetzt? Möglich wird diese Verbindung durch die Fertigstellung der Treptower Kurve am Ostkreuz, die als Bindeglied zwischen Stadtbahn und dem östlichen S-Bahn-Ring fungiert. "Der notwendige Lückenschluss für eine Direktverbindung von Spandau zum Flughafen Schönefeld für die S-Bahn ist nun gegeben", fügte Ingo Prignitz hinzu.

S3 wird bis Spandau verlängert

Ebenfalls neu von und nach Spandau verkehrt die Linie S3. Sie verbindet künftig Erkner und Spandau mit Fahrtweg über die Stadtbahn. Anders als die S9 hält die S3 am Bahnhof Ostkreuz. Auch hier gilt der 20-Minuten-Takt. Für die Spandauer ändert sich somit am bisherigen Fahrplan nichts. Sie haben weiterhin Zugverkehr im 10-Minuten-Takt. Weitere Änderungen im Bereich Spandau betreffen die S5. Diese Linie soll laut S-Bahn Berlin GmbH mit dem Fahrplanwechsel zum Bahnhof Westkreuz zurückgezogen werden. Somit fährt sie den Bahnhof Spandau künftig nicht mehr an. Die vorliegenden Änderungen erklärt Ingo Prignitz wie folgt: "Mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember schaffen wir ein besseres Angebot für Spandau und die City West mit Reiseziel Schönefeld." Pendler und Fußballfans mit dem Ziel Innenstadt und Olympiastadion haben keine reduzierten Taktzeiten zu befürchten. gw
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