Regionalpark Osthavelland-Spandau sorgt für Austausch und Zusammenarbeit

Planen für 2017: Regionalpark-Mitglieder Sven Kraatz, Odett Schnegula, Elke Hube und Bodo Oehme. (Foto: Berit Müller)
 
Schönwalde liegt nur wenige Kilometer hinter der Stadtgrenze, von Hakenfelde ist es ein Katzensprung. (Foto: Berit Müller)

Spandau/Schönwalde-Glien. Havelstadt und Havelland – wer so verwandt klingt, sollte auch gute Kontakte pflegen. Der Verein Regionalpark Osthavelland-Spandau kümmert sich seit gut drei Jahren genau darum.

Der Berliner Bezirk und der Brandenburger Landstrich sollen enger zusammenrücken – das ist das Ziel des eingetragenen Vereins Regionalpark Osthavelland-Spandau. „Die Leute interessieren die Landesgrenzen sowieso nicht, die denken nicht wie Politiker“, sagt Bodo Oehme, Bürgermeister von Schönwalde-Glien und erster Vorsitzender des Regionalparks. „Mehr als 60 Prozent unserer Einwohner kommen ursprünglich aus Berlin, viele Kinder gehen in Spandau zur Schule, die Jugendlichen dort ins Kino. Dafür kickt so mancher Spandauer beim SV Dallgow, und am Wochenende genießen die Hauptstädter unsere schöne Natur.“

Gegründet im Dezember 2013 hat der Regionalpark Osthavelland-Spandau inzwischen 34 Mitglieder – die aus unterschiedlicheren Branchen kaum kommen könnten. Neben den Gemeinden Schönwalde-Glien, Dallgow-Döberitz und dem Bezirk Spandau sind Unternehmen, Künstler, Geschäftsinhaber, Bürgerinitiativen und Verbände darin organisiert, unter anderem die heimatkundliche Vereinigung und die Gesellschaft Partner für Spandau sowie der Schaustellerverband Berlin-Brandenburg. Es geht um Tradition, um Landwirtschaft und Landschaftspflege, Kulturgüter, Verkehr, Tourismus – aber auch um den Austausch im Bereich Ausbildung und Jobs. Einzelne Arbeitsgruppen widmen sich den Themen, planen Events, sorgen für Aktionen, bringen Kooperationen an den Start.

Fürs Bezirksamt Spandau mit von der Partie ist Elke Hube. Die ehemalige Leiterin des Amtes für Umwelt und Naturschutz ist Gründungsmitglied und noch immer ehrenamtlich im Regionalpark engagiert. „Die Zusammenarbeit zwischen den Behörden in Berlin und Brandenburg hält sich leider in Grenzen“, sagt die Vize-Vorsitzende. „Da springen wir in die Bresche, zum Beispiel mit Blick auf den Natur- und Artenschutz. Hier wollen wir die Behördenvertreter stärker einbinden und zusammenführen – etwa Förster, Landschaftsgärtner und -pfleger. Die Lebensräume der Tiere und Pflanzen enden ja auch nicht an den Landesgrenzen.“ Die Arbeitsgruppe Tourismus wiederum tüftelt aktuell an einer Karte, die sowohl im Papier- als auch Digital-Format wichtige Radwege, Gastronomie-Angebote, Sehenswürdigkeiten und andere lohnende Ziele der Region auflistet.

Und während die Brandenburger bei keinem Havelfest, Weinsommer oder Weihnachtsmarkt in der Altstadt fehlen, stellen sie jedes Jahr auch eigene Veranstaltungen auf die Beine, zu denen die Spandauer ausdrücklich willkommen sind: Lesungen im Fort Hahneberg, Wanderungen durch Rohrbruchwiesen, Kinderkino in der Schönwalder Bibliothek, Radtouren. Zwei Höhepunkte zum Vormerken für 2017: Am 23. April findet das „4. Picknick ohne Grenzen“ auf dem Marktplatz neben dem Rathaus Schönwalde statt – mit Poloanlage, einem üppigen Frühstück, Präsentationen von Landwirten und Bibliothek. Ein zweites Muss ist die Brandenburger Landesschau vom 25. bis 28. Mai (Pfingsten) in Paaren im Glien. bm

Mehr Informationen gibt es unter www.osthavelland-spandau.de
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