Kaufhaus bekommt Finanzhilfe: Aufnahme ins Denkmalschutzprogramm jetzt offiziell

Fünf Geschäfte beherbergt das frühe Kaufhaus am Heidebergplan heute noch. (Foto: Ulrike Kiefert)

Staaken. Das ehemalige Kaufhaus in der Gartenstadt Staaken ist in das Denkmalschutzprogramm des Bundes aufgenommen worden. Das wurde jetzt offiziell bestätigt.

Beschlossene Sache war es schon länger. Was noch fehlte, war die offizielle Bestätigung und damit die Garantie für das Fördergeld. Das einstige Kauf- und Wohnhaus auf dem früheren Marktplatz am Heidebergplan ist Teil des Denkmalschutzprogrammes des Bundes. Die positive Nachricht brachte jetzt Swen Schulz (SPD) aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages mit. „Damit kommt ein zentrales Gebäude der Gartenstadt in die Denkmalschutzförderung“, kommentierte der Spandauer Bundestagsabgeordnete. Mit immerhin 100.000 Euro könne jetzt nicht nur dessen Sanierung unterstützt werden, sondern auch die Genossenschaft Gartenstadt Staaken.

Auch das Landesdenkmalamt beteiligt sich finanziell

Denn die plant wie berichtet langfristig die energetische und denkmalgerechte Sanierung des Kernbereichs der Gartenstadt Staaken. Doch das kostet Geld, weshalb der Genossenschaft jede Finanzhilfe willkommen ist. Zusätzlich zu den 100.000 Euro vom Bund kommen 50.000 Euro vom Landesdenkmalamt Berlin.

Losgehen soll das Sanierungsprojekt mit dem Kaufhaus, das mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Die Genossenschaft beteiligt sich an dieser Maßnahme, die jetzt im Frühjahr beginnen sollte, mit 190.000 Euro Eigenmitteln. Die fünf Geschäfte, die das Kaufhaus heute noch hat, sollen bleiben. Ebenso die Mieter, die im Obergeschoss wohnen. Die Gebäude am heutigen Heideberglan entstanden nebst Kaufhaus, Marktplatz und Straßensystem zwischen 1914 bis 1915 nach dem Entwurf des Architekten Paul Schmitthenner. Die gesamte Gartenstadt Staaken, die heute nationales Kulturgut ist, wurde zwischen 1913 und 1917 geplant und gebaut. Sie gilt als die größte Gartenstadt in Deutschland, die in so kurzer Zeit entstand. uk
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