Kirchengemeinde Staaken erinnert auch an die eigene Teilung

Staaken. Mit dem Zeitzeugengespräch "Evangelische Kirche in der DDR - Chancen und Schwierigkeiten zwischen Mauerbau und Mauerfall" wird am 4. November im Foyer der Zuversichtskirche am Brunsbütteler Damm 312 um 19.30 Uhr die Veranstaltungsreihe "Dekade grenzenlos" der Evangelischen Kirchengemeinde zu Staaken zum 25. Jubiläum des Mauerfalls eröffnet.

Zu Gast ist Manfred Stolpe, ehemaliger Leiter des Sekretariats der Evangelischen Kirchen in der DDR. Die Lage der Gemeinde, gleichsam zwischen den beiden Welten, prädestiniert die Kirchengemeinde zu Staaken als Austragungsort der "Dekade grenzenlos". Die Dorfkirche Alt-Staaken an der Hauptstraße 12 lag direkt hinter der Mauer im Ostteil, die Zuversichtskirche Brunsbütteler Damm 312 und der Gemeindeteil Heerstraße-Nord an der Obstallee 22 a-e im Westteil. Daher will die Gemeinde stellvertretend für den gesamten Kirchenkreis Spandau vom 4. bis 19. November noch einmal an diese aufregenden Ereignisse erinnern. Die Schirmherrschaft hat der Spandauer SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz übernommen.

Zeitzeugen wie Manfred Stolpe, Gilbert Furian, Autor und Gründer der "Projektgruppe Politische Justiz in der DDR", und Peter Radziwill, Pfarrer an der Dorfkirche in der Wendezeit, wurden eingeladen.

Am 5. November um 17 Uhr wird in der Dorfkirche Alt-Staaken die von der Geschichtswerkstatt Spandau konzipierte Ausstellung "Leben in der DDR" eröffnet. Sie versucht, Geschichte lebendig zu machen und soll die Menschen ermuntern, miteinander persönliche Geschichten auszutauschen. Zu sehen ist sie während der zehntägigen Veranstaltungsdauer montags bis freitags von 15 bis 20, Sonnabend und Sonntag bereits von 12 Uhr an.

Kinderfilme über das Leben in der DDR sind am 8. November von 15 Uhr an in der Dorfkirche Alt-Staaken zu sehen. Von 18 bis 24 Uhr wird dann in der Zuversichtskirche die "Lange Spandauer Chornacht" begangen.

Der 9. November wird um 14 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Dorfkirche Alt-Staaken beginnen. Die Predigt hält Generalsuperintendent i. R. Martin-Michael Passauer. Anschließend wird ein Schwert zu einer Pflugschar umgeschmiedet. Danach zieht eine Prozession über den ehemaligen Grenzverlauf hinweg zur Zuversichtskirche.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Festkonzert zum Mauerfall-Jubiläum am 15. November um 18 Uhr in der Zuversichtskirche in Zusammenarbeit mit dem Chorverband Berlin. Zu hören ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Der Eintritt kostet 15, ermäßigt zehn Euro. Der Abschluss der "Dekade grenzenlos" wird dann am 19. November um 19 Uhr in der Dorfkirche Alt-Staaken mit einem ökumenischen Gottesdienst gemeinsam mit der evangelischen Gemeinde Staaken-Gartenstadt und der katholischen Maximilian-Kolbe-Kirchengemeinde gefeiert. Das vollständige Programm der "Dekade grenzenlos" ist auf der Internetseite www.kirchenkreis-spandau.de zu finden.


Michael Uhde / Ud
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