Mitten durch den Ortsteil verlief die innerstädtische Grenze

Staaken. Der Staakener Abgeordnete Heiko Melzer will gemeinsam mit dem Spandauer Bundestagsabgeordneten Kai Wegner (beide CDU) die Lichtgrenze der Gesellschaft "Kulturprojekte Berlin" auch nach Staaken holen.

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls soll mit tausenden illuminierten Ballons die frühere Teilung der Stadt am 9. November auf einer Strecke von 15 Kilometern nachgezeichnet werden. Die Lichtinstallation entlang des ehemaligen innerstädtischen Mauerverlaufs soll so an den Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren erinnern. "Leider bleibt bei der Planung des Veranstalters die innerstädtische Grenze in Staaken unberücksichtigt", sagt Melzer. Deshalb fordere er gemeinsam mit Wegner die Einbeziehung des Ortsteils in das Projekt.

"Die schöne Idee der Lichtgrenze versinnbildlicht die schmerzhafte Teilung Deutschlands", sagt Melzer. Die Besonderheiten dieser Stadt, die sich aus der Teilung auch in seinem Wahlkreis in Staaken ergäben, würden seine Arbeit als Politiker besonders spannend machen. "Ich wünsche mir daher, dass die Staakener gemeinsam am 9. November Teil des Projekts sind, denn ihre ganz persönlichen Schicksale an der innerstädtischen Grenze sollten für die Welt sichtbar werden", sagt Melzer.

Auch der Bundestagsabgeordnete Wegner betont, dass "aufgrund der Teilung des jetzigen Spandauer Ortsteils Staaken hier Glück und Leid sehr nah zusammen gelegen" hätten. Er würde es daher sehr begrüßen, wenn die illuminierten Ballons auch in Staaken den einstigen innerstädtischen Grenzverlauf zwischen dem einst zur DDR gehörenden Staaken-West und dem Spandauer Ortsteil Staaken-Ost nachzeichnen würden. Denn mit der Lichtgrenze werde eine Atmosphäre geschaffen, die sowohl die Traurigkeit als auch das Glück vermittelten, die er selbst vor 25 Jahren mittendrin erlebt habe.


Michael Uhde / Ud
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