Zeitzeugen teilen mit Schülern ihre Erfahrungen

Staaken. Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls plant auch die Linden-Grundschule an der Staakener Feldstraße 6-8 mehrere Veranstaltungen. "Grund dafür ist die Lage unserer Schule direkt hinter dem ehemaligen Grenzstreifen im einstigen West-Staaken, der bis November 1989 die beiden heute zu Spandau gehörenden Teile Staakens trennte", sagt Schulleiter Christoph Schubert.

Zunächst werden sich Schüler anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls vom 3. bis 7. November in Projekttagen mit den Geschehnissen dieser Zeit beschäftigen. Die Projektergebnisse werden dann am 9. November bei einer Ausstellung in der Schule präsentiert. Die gehört zu einem Tag der offenen Tür, zu dem die Grundschule an diesem Tag von 10 bis 16 Uhr einlädt.

In der Aula wird ein Sonderpostamt eingerichtet, in dem ein Sonderstempel zum 25. Gedenken des Mauerfalls ausgegeben wird. Gezeigt wird auch eine Fotoausstellung über die Grenze in Staaken. Um 11 Uhr wird Norbert Rauer, bis 2009 Pfarrer in der Dorfkirche Alt-Staaken an der Hauptstraße 12 ein Referat zum Thema "Versöhnte Einheit" halten. Gilbert Furian, Autor und Gründer der "Projektgruppe Politische Justiz in der DDR", spricht anschließend um 12 Uhr über eigene Erfahrungen zur Thematik "Meinungsfreiheit und politische Bürgerrechte". Furian war in den ehemaligen DDR zu zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Die Gesamtelternvertretung hält am Vormittag Kaffee und Kuchen für die Besucher bereit.

Für den 10. November ist dann um 10 Uhr vor der Schule auf der Staakener Feldstraße eine "Schulaktion" geplant. In einer zwanzigminütigen, szenische Performance werden die Schüler sich mit dem Thema Mauerfall beschäftigen.


Michael Uhde / Ud
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