Abgeordneter fordert bessere Ausstattung der Bäderbetriebe

Staaken. Nachdem die Schwimmhalle an der Gatower Straße wieder geöffnet werden konnte, beunruhigen den Staakener CDU-Abgeordneten Heiko Melzer nun Gerüchte um das Sommerbad Staaken.

"Im Ortsteil kursieren Befürchtungen, dass das beliebte Familienbad in Weststaaken im kommenden Sommer wegen Personalknappheit geschlossen bleiben könnte", erklärte Melzer.

Nach Ansicht des Abgeordneten sei diese Unsicherheit über die Sommeröffnung des Staakener Bades durch die Weigerung der Spandauer SPD entstanden, der Betreuung des Schwimmbads Gatow an der Gatower Straße 19 durch Schwimmsportler und Bademeister der Wasserfreunde Spandau 04 zuzustimmen (wir berichteten). "Die jetzt dort eingesetzten Bademeister der Berliner Wasserbetriebe fehlen an anderer Stelle, im Sommer womöglich in Freibädern", befürchtet Melzer.

Hintergrund der Personalknappheit bei den Bäderbetrieben sei die "ideologische und verbohrte Haltung der SPD in Spandau", so Melzer weiter. Die habe sich mit ihrem Kampf gegen die Wasserfreunde Spandau 04 einen Bärendienst erwiesen. "Das Sommerbad ist bei vielen Staakener Familien sehr beliebt und sehr gut besucht", sagt der Abgeordnete. Er wolle sich daher dafür einsetzen, dass es auch im kommenden Sommer Badespaß und Schwimmunterricht im Staakener Familienbad geben werde.

"Die CDU möchte Schwimmbäder sanieren und möglicherweise weitere Schwimmbäder in Berlin errichten, um das Angebot für die Bevölkerung auszuweiten", sagt Melzer. Eine Schließung funktionierender und beliebter Standorte sei mit diesem Wunsch nicht vereinbar. "Hier ist Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) gefordert, im laufenden Haushalt eine Lösung zu finden."

Unterstützung erhält der Abgeordnete dabei auch vom Spandauer CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Wegner. "Nachdem nun jahrelang das Kombibad Spandau-Süd geschlossen war, darf es jetzt nicht erneut zu einer Versorgungslücke in Staaken kommen", sagt Wegner. Es müsse deshalb zum einen geprüft werden, welche Bäder in Berlin durch kompetente Sportvereine betreut werden könnten. Zum anderen müsse der Finanzsenator dafür sorgen, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um die Bäder auch personell auskömmlich auszustatten. "Gerade Schwimmbäder gehören zur Daseinsvorsorge sowohl für die Freizeit als auch für den Schulschwimmunterricht", sagt Wegner Personalengpässe der Berliner Bäderbetriebe führten jedoch immer wieder zu eingeschränkten Öffnungszeiten oder gar Schließungen.


Michael Uhde / Ud
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