Gemeinwesenverein und Juwo-Kita gGmbH eröffnen Familienzentren

Staaken. Die zwei neuen Spandauer Familienzentren (FiZ) sind eröffnet. Die beiden Träger sind der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord und die Jugendwohnen im Kiez (Juwo)-Kita gGmbH.

Sie hatten sich an der Ausschreibung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft beteiligt und den Zuschlag erhalten. Der Gemeinwesenverein verteilt sein Familienzentrum über zwei Standorte: die Kita Regenbogen, Obstallee 22b, und das Gemeindehaus, Pillnitzer Weg 8. Die Kita gGmbH nutzt zwei Räume in der Kita Lasiuszeile 6 für die Eltern- und Familienarbeit. Das Familienzentrum soll ein Ort sein, der generationsübergreifend ein lebendiges Miteinander schafft. Angebote der Familienförderung, Hilfe zur Selbsthilfe, Beratungen und eine enge Vernetzung mit anderen Einrichtungen im Kiez stehen im Fokus der Arbeit. Dass der Senat im Bezirk zwei neue Angebote dauerhaft finanzieren will, war vor der Sommerpause bekannt geworden. Der Bezirk hatte sich daraufhin zunächst selbst auf die Suche nach geeigneten Trägern gemacht und ein Interessenbekundungsverfahren gestartet. Zehn Träger aus Spandau bewarben sich, darunter auch der Gemeinwesenverein und die Juwo-Kita gGmbH.

Das allerdings kollidierte mit dem Interesse der Senatsverwaltung, die als Geldgeber über die Träger selbst entscheiden wollte und die Trägerschaft ihrerseits ausschrieb. Auch dort bewarben sich Verein und gGmbH und bekamen schließlich den Zuschlag. "Damit hat sich die Senatsverwaltung unseren Vorstellungen angeschlossen", sagt Georg Scherer, Regionalleiter im Jugendamt. Ungewiss ist jetzt noch die Zukunft der Familienzentren an der Westerwaldstraße, der Wasserwerkstraße und am Räcknitzer Steig.

Dort laufen bis Jahresende die Fördermittel vom Land Berlin aus (wir berichteten). Überlegt wird jetzt, ob die Zentren über Haushaltsmittel von je 40 000 Euro weiterfinanziert werden können. Dafür hatte sich der Spandauer Bundestagsabgeordnete Kai Wegner (CDU) beim Bezirksamt stark gemacht. Über die Liste der freien Träger, die 2013 vom Bezirk subventioniert werden sollen, muss aber noch der Jugendhilfeausschuss beraten.


Ulrike Kiefert / uk
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