Lang gehegter Wunsch fand Weg in den Haushaltsplan

Der SPD-Abgeordnete Swen Schulz, die SPD-Abgeordnete Burgunde Grosse und Wehrleiter Daniel Brose hoffen, dass 2016 die Halle steht. (Foto: Christian Schindler)

Staaken. Wenn am 19. Dezember der Berliner Haushalt für die Jahre 2014 und 2015 im Abgeordnetenhaus verabschiedet wird, ist darin auch ein Weihnachtsgeschenk für die Freiwillige Feuerwehr Staaken enthalten: Der Neubau einer beheizbaren Halle.

Kälteperioden bedeuten bisher für die Freiwillige Feuerwehr Staaken an der Hackbuschstraße 65 besondere Einsätze. Die Brandschützer müssen ihre Fahrzeuge so rangieren, dass die möglicherweise bei Alarmierungen benötigten Autos im Warmen stehen. Ein Teil der Wagen hat nämlich sonst nur Platz in einem kalten Zelt, das die Wehr vor 15 Jahren erhielt und das damals schon sehr alt war. Der Frostschutz wird im Winter zum Dauerthema.

"Immer wieder ist uns die Halle versprochen worden", sagt der Leiter Freiwilligen Feuerwehr Staaken, Daniel Brose. In der Amtszeit von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gelangte sogar ein entsprechender Titel mit 1,5 Millionen Euro in den Feuerwehrhaushalt. Die Summe wiederum verwunderte Brose, der selbst einmal bei einer Baufirma gearbeitet hat: "So viel braucht es nicht für eine Halle."

Als dann 2011 Innensenator Frank Henkel (CDU) übernahm, verschwand der Titel allerdings wieder. Damit schien aber auch das gesamte Vorhaben vom Tisch. "Dann haben wir mit unseren Innenpolitikern Druck gemacht, dass die Halle doch noch in den nächsten Haushalt kommt", sagt die Staakener SPD-Abgeordnete Burgunde Grosse. Auch Senator Henkel sah sich das Problem vor Ort an. Die CDU stimmte zu, und so findet sich im Berliner Haushalt, der am 12. Dezember beschlossen werden soll, für das Jahr 2015 der Bau einer Halle für die Staakener Wehr.

"2015 gibt es 300.000 Euro, für das Jahr 2016 werden wir weitere 100.000 Euro einstellen", sagt der SPD-Innenpolitiker Tom Schreiber. Für den Winter 2016/2017 dürfte dann Frost kein Problem mehr für die Freiwillige Feuerwehr Staaken sein, die zu den erfolgreichsten in Berlin zählt. Sie hat 47 aktive Mitglieder, darunter sechs Frauen, und 58 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2013 wurde sie bis zum 7. Dezember schon 720 Mal alarmiert.


Christian Schindler / CS
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