Naturschutzbund sucht noch freiwillige Helfer

Freiwillige Helfer packten schon im vergangenen Jahr das Unkraut bei den Wurzeln. (Foto: Ulrike Kiefert)

Staaken. Der Bullengraben ist Lebensraum von Baldrian, Mädesüß und Blutweiderich. Um die Artenvielfalt zu erhalten, wird am 5. Juli wieder gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) gejätet, umgegraben und gebuddelt.

Wer mitmachen will, braucht festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe. Die Arbeitsgeräte stellt das Bezirksamt. Auch für Getränke ist gesorgt. Treffpunkt ist am 5. Juli um 9.30 Uhr am Baluschekweg/Ecke Kerrweg. Gearbeitet wird etwa drei Stunden. Der Nabu freut sich über alle freiwilligen Helfer.

Der Bullengraben in Spandau steht regelmäßig auf der Liste der zu pflegenden Biotope, denn ohne den jährlichen Einsatz würden die sensiblen Pflanzenarten von der wild wuchernden Kanadischen Goldrute oder der Ackerwinde verdrängt.

Bis in die 1950er-Jahre war der Bullengrabenzug ein artenreiches Feuchtbiotop mit Sumpfdotterblume und Kuckuckslichtnelke und somit auch Lebensraum für Sumpfrohrsänger, Smaragdlibelle und Teichmolch. Im Zuge von Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung wurde der Grünzug jedoch entwässert, sodass die wertvollen Lebensräume unter anderem auch für Orchideenarten wie das Knabenkraut verloren gingen. Nach drei Jahren kontinuierlicher Pflege von Grünflächenamt Spandau und der Nabu-Fachgruppe Naturgarten sind bereits erste Erfolge zu sehen.


Ulrike Kiefert / uk
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