Ponyhof Staaken: Gegenseitige Schuldzuweisungen

Manfred Forstreuter (r.) überreicht Hartmut Grittke vom Verlagsservice Lezinsky das von den Kindern für die Anzeige gesammelte Geld. (Foto: Christian Schindler)

Staaken. Die Auseinandersetzung um den geschlossenen Ponyhof Staaken eskaliert. Der Bevollmächtigte des bisherigen Betreiberpaars, Heinz Troschitz, fordert die Abwahl von Stadtrat Stephan Machulik (SPD), verantwortlich für das Ordnungsamt, durch die Bezirksverordneten.

Troschitz wirft dem Politiker vor, weder mit ihm noch mit der Bürgerinitiative, die für den Erhalt des Ponyhofes am Cosmarweg 86 kämpft, über die Zukunft desselben zu sprechen. Machulik stellt die Situation anders da: "Ein erst von Herrn Troschitz angeregtes Gespräch in meinem Büro wurde von diesem wieder abgesagt", sagt er. Außerdem könne es nicht um die Wiedereröffnung gehen, sondern nur um einen völlig neuen Betrieb. "Das Verwaltungsgericht hat die Untersagung der Tierhaltung gegen die bisherigen Betreiber bestätigt, und am 17. Juli hat das Oberverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen diese Entscheidung abgelehnt", berichtet Machulik.

Der Stadtrat vermisst zudem Informationen über einen möglichen vorübergehenden Betreiber, bis die Tochter des bisherigen Betreiberehepaares ihre Sachkunde zur Tierhaltung nachgewiesen hat und dann einen neuen Hof auf dem alten Gelände eröffnen könnte. "Wir haben vom ehemaligen Anwalt der Betreiber Zeugnisse aus den 1980er-Jahren zugefaxt bekommen, allerdings ohne eine Meldeadresse. Wir können also Fragen unsererseits an diesen möglichen sachkundigen Beauftragten nicht klären", berichtet Machulik weiter. Bis Redaktionsschluss habe sich dieser auch nicht beim Amt gemeldet.

Die Bürgerinitiative "Gegen Amtswillkür" lädt derweil zu der Veranstaltung "Pro Ponyhof" am Sonntag, 2. September, ab 14 Uhr am Cosmarweg 86 ein. Laut Manfred Forstreuter, einem der Mitstreiter der Bürgerinitiative, haben zur Unterstützung dieser Veranstaltung rund 40 Kinder, die regelmäßig auf dem alten Hof zu Gast waren, ihr Taschengeld zusammengeschmissen. Sie haben so 150 Euro gesammelt, um im Spandauer Volksblatt eine Anzeige zu der Veranstaltung zu schalten.


Christian Schindler / CS
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